Zerspanen
Eine Drehmaschine aus Südamerika
ist wahrlich kein Selbstläufer – bei allen inneren Werten. Weswegen Hommel die Einführung mit einer günstigen Finanzierung sponsort. Aber das nur nebenbei, denn uns interessieren mehr die harten Fakten. Beispielspielsweise die Drehlängen von 400 bis 600 und demnächst bis 1.000 Millimeter, der Drehdurchmesser bis 320 Millimeter, die 11 bis 26 Kilowatt starken Antriebe für Drehzahlen bis 6.000 Umdrehungen pro Minute und die Eilgänge von 24, 18 und 30 Meter pro Minute in X, Y und Z. Aber auch das fast schwingungsfreie Gussbett mit Röhrenkern und polygonalen Hohlräumen interessiert, denn damit dürfte man Wärmegang und Dämpfung gut in den Griff bekommen. Zusammen mit präzisen Linearführungen sollten dann hohe Bearbeitungsqualitäten, ein langes Leben und wenig Werkzeugverschleiß in Reichweite sein.
Die vielen möglichen Maschinenkonfigurationen reichen von der einfachen Einspindelmaschine mit 12er-Revolver bis hin zum CNC-Vierachser mit je zwei C-Achsen und 12er-Revolvern, angetriebenen Werkzeugen bis 5,5 Kilowatt Leistung und einer Y-Achse mit 85 Millimeter Verfahrweg. Die Spindeln haben Durchlassbohrungen von 51 bis 85 Millimeter Durchmesser und die Indexierung der Revolver ist immerhin innerhalb von 0,2 Sekunden erledigt. Als Steuerung werkelt eine Fanuc mit 10,4-Zoll-LCD-Farbmonitor und grafischer Benutzeroberfläche, was die Bedienung und die NC-Programmierung zu einer recht einfachen Sache machen sollte.
Die Arbeitsraumauskleidung besteht immerhin aus Edelstahl und es gibt überall Linearmaßstäbe; außerdem Taster für die Werkstück- und Werkzeugvermessung. Diverse Automationslösungen lassen sich sofort oder später anbauen, was eine mannlose Materialzufuhr ebenso unterstützt wie die Teileentnahme von einem ebenfalls optionalen Transportband. Sogar der Service und die Ersatzteilversorgung sollen von Deutschland aus geregelt sein. Riskieren Sie es?rm









