Zerspanen
Vorrichtungskosten „null“ EUR
Für die Komplettbearbeitung in einer Spannlage komplexer Kleinteile bis zu einem Durchmesser von 60 mm und maximaler Länge von 100 mm, mit hoher Genauigkeit und mittleren Losgrößen (wie z. B. Elektroden, Einsätze für Werkzeugträger, medizinische Teile etc), eignet sich die Lösung der Müga. Das Unternehmen, das 1999 aus dem Werkzeugmaschinenhersteller Steinel hervorging, konnte dabei auf zahlreiche Erfahrungen im Bereich der Automatisierung von Bearbeitungszentren zurückgreifen, welche sie bereits unter Steinel gesammelt hatten.
– Das Umrüsten auf andere Teile soll einfach und kostengünstig möglich sein.
– Vorrichtungskosten sowie Maschinen-Stundensatz sollen minimiert werden.
– Die Anlage soll für mannarmen Betrieb mit Rohteilspeicher für mehrere Stunden Laufzeit ausgelegt werden.
– Ziel dabei ist es, die Stückkosten zu reduzieren und die Fertigung am Standort Deutschland wirtschaftlich zu realisieren.
Die Lösung besteht aus einem Vertikalem Bearbeitungszentrum Müga-Center RM600-5 mit integriertem Rundschalttisch 4. u. 5. Achse, sowie einem Stangenlademagazin.
Um die Forderung nach einer durchgängigen Bohrung in der 5. Achse für die Spannzangenaufnahme sowie die automatische Zuführung der Stangen durch die Rundtischmitte der 5. Achse zu realisieren, wird ein Howimat-Doppelrundtisch der Firma Hofmann eingesetzt. Aufgrund der 80mm-Mittenbohrung in der 5. Achse lassen sich DIN- Spannzangenaufnahmen Größe 173 bis Spannbereich Durchmesser 42 mm oder alternativ Spannzangenaufnahmen DIN 185 bis Spannbereich Durchmesser 60 mm einsetzen.
Das Werkstück wird nach Programm-Ende mittels Scheibenfräser abgetrennt, so dass nur noch ein Rest stehen bleibt. Der pneumatisch betätigte Greifer von Schunk wird aus dem Werkzeugmagazin eingewechselt und an der Spindelnase pneumatisch angedockt.
Er hält das Werkstück fest – der Rundtisch dreht – das Fertigteil befindet sich nun im Greifer und wird in der Fertigteil-Box automatisch abgelegt. Nun packt der Greifer die Rohteil-Stange und zieht sie nach, ein neuer Programmlauf beginnt.
Helmut Müller, Geschäftsführer von Müga: „Mit dieser Lösung belaufen sich die Vorrichtungskosten quasi auf null Euro, da mit der mitgelieferten Spannzangen-Aufnahme beliebige Werkstücke bis zum Durchmesser 42 mm bearbeitet werden können. Alternativ lässt sich auch eine Spannzangen-Aufnahme bis 60mm einsetzen. Bei konventioneller Fertigung komplexer Kleinteile wären erhebliche Vorrichtungskosten sowie mehrmaliges Umspannen der Teile erforderlich.“ hs









