Zerspanen
Mit Lanzen
wird der Schmierstoff in Kombination mit Handspritzgeräten bisher auf dem Laufring in Drehrohröfen in der Zementindustrie meist aufgetragen. Ein vollautomatisches Schmiersystem verringert den Zeitaufwand für Wartungsarbeiten und ermöglicht eine punktgenaue und dosierte Besprühung der Gleitstellen mit Schmierstoff. Dadurch reduziert sich der Schmierstoffverbrauch und die Unfallgefahr aufgrund von manuellen Eingriffen.
Bei Drehrohröfen ist wegen der Wärmeausdehnung der Ofenmantel auf einem Laufring gelagert. Laufring und Ofenzylinder haben im Betriebszustand unterschiedliche Temperaturen. Die beiden Bauelemente müssen unabhängig voneinander der Wärmedehnung folgen können. Deshalb wird der Laufring mit losem Spiel auf dem Ofenzylinder aufgebracht. Zwischen dem Laufring und dem Ofenmantel befinden sich in der Regel Gleitplatten. Bei ungenügender Schmierung wird durch die Relativbewegung eine zu große Kraft auf die Lagerung des Laufrings ausgeübt. Es besteht die Gefahr der Formänderung des Ofenmantels. Die Hersteller schreiben eine tägliche Schmierung vor. Je Zwischenraum sollen ca. 1-3 cm einer Spezialemulsion eingebracht werden.
Bisher wird der Schmierstoff mit Handspritzgeräten in Kombination mit Lanzen aufgetragen. Dazu werden oft Druckpumpen, wie sie normalerweise im Gartenbau verwendet werden, eingesetzt. Das Wartungspersonal ist der Hitze des Ofens ausgesetzt und muss, oft auf Leitern stehend, in die Lücken hinein treffen. Aufgrund der Drehbewegung des Ofens kann es leicht zu Schwindelgefühlen kommen und entsprechend groß ist die Unfallgefahr. Bei dieser Methode wurden oft Lücken ausgelassen oder Schmierstellen unter- bzw. überschmiert.
Das vollautomatische Laufring-Schmiersystem sorgt für eine punktgenaue und dosierte Besprühung aller Gleitstellen. Dabei zählt ein Lasersensor die Zwischenräume und steuert die Sprühimpulse. Die Anzahl der Umläufe ist einstellbar. Es kann eine Entfernung bis zu einem Meter zwischen Sprühdüse und zu schmierender Gleitstelle überbrückt werden. hs








