Maschinen-Software
Hilfsbereit
„Der Stellenwert der Software in Schleifmaschinen ist in den vergangenen zehn Jahren stark gestiegen“, erklärt Thomas Bader, Geschäftsführer Technik und Vertrieb der Haas Schleifmaschinen. Zum Beispiel stiegen der Automatisierungsgrad sowie die Anforderungen in Bezug auf Genauigkeiten und Zuverlässigkeit. Auch das Abrichten und Auswechseln der Schleifscheiben während des laufenden Schleifprozesses wird von den Anwendern erwartet. „Das heißt, die neue Software-Generation muss wesentlich komplexere Prozesse abbilden und steuern als früher“, erläutert Thomas Bader. „Damit nimmt sie eine Schlüsselstellung im Schleifprozess ein.“
Als logischen Schritt entwickelte das Unternehmen aus Trossingen daher eine Programmierhilfe mit dem Namen Horizon, mit denen seit der AMB 2012 die Multigrind-Schleifmaschinen für Dreh- und Formwerkzeuge sowie Profilplatten ausgeliefert werden.
Was bei der neuen Software sofort ins Auge fällt, ist die Benutzungsoberfläche. Sie erinnert an die Navigation eines Smartphones oder Tablets. Auf der Startseite sind alle Parameter des Schleifprozesses angeordnet – von den Umgebungsvoraussetzungen wie dem Rohling, den Spannmitteln, der Kontur und Geometrie des Werkstücks bis hin zu den verfügbaren Schleifwerkzeugen und den Schleifoperationen. Das 3D-Modell des Werkstücks wird auf dem Bildschirm visualisiert – genauso die Schleifbahnen. Sobald der Bediener eine neue Eingabe vornimmt, wird sie auf dem Bildschirm sichtbar. Auf diese Weise lässt sich der Schleifprozess simulieren.
Durch die Simulationsfunktion kann sogar ein Konstrukteur eines Werkzeugs oder Werkstückes von der neuen Schleif-Software profitieren: Wenn zum Beispiel Schleifprozesse bei komplexen Werkzeugen spezielle Spannmittel benötigen, sieht ein Konstrukteur mittels Simulation, wo es zu Kollisionen mit Spannmitteln oder Maschinenkomponenten kommt.
Auch die Frage, wo ein Kühlmittel positioniert sein muss, um den Prozess optimal zu kühlen, lässt sich per 3D-Simulation beantworten.
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