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Artikel und Hintergründe zum Thema

Zerspanen

Bohr- und Taschenbearbeitung von Formplatten optimiert

Die CAM-SoftwareCimatronE enthält eine Reihe von Funktionen und Optionen, mit denen sich Bohrbearbeitung, Tieflochbohren und Taschenbearbeitung schneller ausführen lassen. Die wichtigsten davon nennt der folgende Beitrag, über Details informiert Cimatron (Halle 8, Stand F70) auf der Euromold.

Die mit (1) gekennzeichneten Bohrungen durch das noch volle Material programmiert CimatronE mit konstanter Geschwindigkeit, lediglich bei den Bohrungen (2) wird der Vorschub kurz vor der Kreuzung herabgesetzt.

Beim Bau jeder Spritzgießform, jeder Formplatte sind mehrere Gewindeschnitte, Führungen, Kühlkanäle u. a. m. auszuführen. Häufig handelt es sich dabei um Bohrungen gleichen Typs, die sich lediglich in ihren Abmessungen unterscheiden. Darauf baut die Automatisierungsstrategie von CimatronE auf. Für jeden Bohrungstyp wird einmal die Bearbeitungsfolge festgelegt. Die Besonderheit dabei: Die Angabe der Länge für die einzelnen Segmente erfolgt nicht als absolutes Maß, sondern als Variable. Für diese Variablen legt der Programmierer ein Regelwerk mit minimaler und maximaler Segmenthöhe fest, in dessen Grenzen das CAM-System analog aufgebauten Bohrungen automatisch diese Bearbeitungsstrategie zuordnen darf. Abschließend wird der so beschriebene Bohrvorgang in der Bearbeitungsbibliothek abgelegt. Sind alle gängigen Bohrungstypen dort hinterlegt, reduziert sich der Aufwand für die Programmierung der Bohrvorgänge der meisten Platten auf drei Schritte: Mit dem ersten wird das zu bearbeitende Werkstück ausgewählt, mit dem zweiten bestimmt der Anwender, ob die Bearbeitungs-Reihenfolge nach Werkzeugen oder Bearbeitungsrichtung optimiert werden soll, und mit dem dritten erhält das System den Auftrag zur Erkennung der Bohrungstypen. Wenige Sekunden später ist die Platte prozesssicher programmiert.

Erst analysieren, dann Vorschub reduzieren

Für das Tieflochbohren hat Cimatron nach der sicheren Erkennung von Kreuzungsbereichen nun eine intelligente Lösung für deren physikalische Umsetzung entwickelt. Statt prophylaktisch überall dort, wo in der Konstruktion eine Kreuzung angelegt ist, den Vorschub zu reduzieren, orientiert sich das CimatronE-System an den tatsächlichen Verhältnissen. Mit der Rohmaterialerkennung, die nach jedem Programmierschritt aktualisiert wird, kann das CAM-System bereits vorhandene Bohrungen erfassen und in die Berechnung einbeziehen. Das ermöglicht, die erste Tieflochbohrung bis zum Ende mit konstanter Geschwindigkeit und damit schneller auszuführen. Nur dann, wenn der Bohrer tatsächlich auf eine Querbohrung trifft, wird der Vorschub gedrosselt.

Material schneller entfernen

Mit einer neuen HSC-Schrupp-Strategie verkürzt CimatronE die zum Ausarbeiten von Taschen und Nuten benötigte Zeit. Statt der bisher verwendeten Fräser mit großer Seiten- und geringer Tiefenzustellung unterstützt das CAM-System den Einsatz von Schaftfräsern, die eine große Tiefenzustellung erlauben und mit relativ geringer Seitenzustellung arbeiten. Das führt zum einen zu einer höheren Spanleistung pro Zeiteinheit und nutzt zum anderen den Fräser über die gesamte Länge und belastet ihn gleichmäßiger. Diese Frässtrategie lässt sich auch bei der Herstellung einer formgebenden Geometrie (3D-Freiformgeometrie) anwenden. kf

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