Wirtschaft + Unternehmen

Wien: Bald 12 Siemens-Elektrobusse im Linienverkehr

Die Aufladung der Energiespeicher im Betrieb erfolgt jeweils an den Endstationen unter Nutzung des vorhandenen Stromnetzes der Straßenbahn.

Die Wiener Linien haben den ersten Elektrobus (eBus) von Siemens und Rampini in der österreichischen Hauptstadt in Betrieb genommen. Dieses Fahrzeug ist das erste von insgesamt zwölf, mit denen der Wiener Nahverkehrsbetreiber bis zum Sommer 2013 zwei Citybuslinien komplett auf elektrischen Betrieb umstellen will. Die benötigte Energie bezieht der Elektrobus mittels eines Dachstromabnehmers an den Endhaltestellen und speichert sie innerhalb von 15 Minuten in den Batterien. Zusätzlich wird die Bremsenergie zurückgewonnen. Die Reichweite beträgt 120 bis 150 Kilometer.

Auch während der Skiweltmeisterschaft im österreichischen Schladming transportierte einer dieser Elektrobusse rund 6000 Passagiere und legte dabei mehr als 1000 Kilometer völlig emissionsfrei zurück. Dieser Elektrobus war Teil des Umweltkonzeptes der Großveranstaltung, da er emissionsfrei und extrem leise fährt und im Vergleich zu einem konventionellen Dieselbusdeutlich weniger Energie verbraucht. Im Schladming wurden die Busse über Nacht geladen.

Dank ihres regenerativen Bremssystems können die Elektrobusse auch Energie zurückgewinnen. Sobald der Fahrer den Fuß vom Gaspedal nimmt, wird die Energierückgewinnung aktiviert.

Das Antriebssystem dieses Fahrzeuges hat einen deutlich höheren Wirkungsgrad als ein konventioneller Dieselantrieb. Neun Lithium-Eisenphosphat-Akkus mit einer Kapazität von insgesamt 96 Kilowattstunden versorgen den Motor über einen IGBT-Wechselrichter - der Gleichstrom in Drehstromwandelt - mit genug Energie für bis zu 150 Kilometer. Dabei wird aus den Batterien nicht nur der Antrieb gespeist, sondern auch die gesamte Bordelektronik einschließlich Heizungs- und Klimaaggregat. kf

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