VW bestellt Lackiererei bei Dürr
Roboter lackieren im polnischen Werk
Der Anlagenbauer Dürr baut für den Kunden Volkswagen Poznan Sp.o.o. eine komplette Lackiererei für den Nachfolger des Volkswagen Crafter. Der Ressourcen schonende Eco-plus-Paintshop am Standort Wrzesnia verbraucht besonders wenig Wasser, Energie und Material. Es handelt es sich um eines der größten Projekte der Dürr-Firmengeschichte. Als Generalunternehmer liefert Dürr nicht nur die Lackierausrüstung, sondern übernimmt auch die Verantwortung für die Erstellung des Gebäudes. Bei der Anlagentechnik liefert Dürr die Tauchbäder für den Grundlack ebenso wie eine Füller-, zwei Basislack- und zwei Decklacklinien mit den zugehörigen Spritzkabinen, den Trocknern, der Fördertechnik, der Abluftreinigung und den Arbeitsplätzen.
Bereits in der kataphoretischen Tauchlackierung legen Dürr und Volkswagen Nutzfahrzeuge Wert auf Nachhaltigkeit. Hier kommt die energiesparende und ausfallsichere KTL-Lösung Eco DC Macs zum Einsatz. Diese Technologie erzeugt mit ihrer modularen Anodensteuerung ein mit der Karosse mitlaufendes Spannungsprofil im Tauchbad. Dieses Konzept zur zielgenauen Strom- und Spannungsversorgung wirkt mit seiner innovativen Leistungselektronik signifikant positiv auf den Energiebedarf und die Beschichtungsqualität der Karosserie ein. Den Transport der Karossen durch die Tauchbäder übernimmt eine der längsten je gebauten Pendelförderanlagen.
18 Roboter des Typs EcoRS16 sorgen für den Unterbodenschutz und die Nahtabdichtung. Die vollautomatische Innen- und Außenlackierung in der Füllerlinie sowie den jeweils zwei Basis- und Decklacklinien übernehmen 36 Roboter der Typen Eco RP E und Eco RP L, bestückt mit Hochrotationszerstäubern Eco Bell3. Die Kombination von Eco Bell3 mit dem Farbwechsler Eco LCC2 ermöglicht im Basislackbereich Farbwechsel im Push-Out-Verfahren in unter zehn Sekunden. Beim Push-Out-Verfahren wird das Farbventil schon vor dem Abschluss der Lackierung geschlossen. Das noch im Farbschlauch vorhandene Lackmaterial wird mit einem Spülmedium zum Zerstäuber gedrückt. Der Farbverlust beim Wechsel der Lackfarben liegt zwischen zehn und 15 Milliliter.
Die Innenlackierung des Laderaums übernehmen acht Schwingarmroboter des Typs Eco RP L053; dies erhöht die Flexibilität der Produktionslinie. Auch diese Roboter sind mit dem material- und zeitsparenden Zerstäuber Eco Bell3 ausgerüstet. pb









