Wirtschaft + Unternehmen

VDMA: Minus größer als erwartet

Das Umsatzminus im deutschen Maschinen- und Anlagenbau ist im vergangenen Jahr noch schlimmer ausgefallen, als ohnehin befürchtet. Mit einem Umsatz von 160 Milliarden Euro in 2009 nach 208 Milliarden (2008) sank der Branchenumsatz nominal um 23,1 Prozent.

Noch härter traf es die Produktion: Sie ging um knapp 25 Prozent auf einen Wert von 151 Milliarden Euro zurück. Der VDMA hatte im Vorjahr mit 20 Prozent weniger gerechnet. VDMA-Präsident Manfred Wittenstein heute auf der Verbands-Pressekonferenz:¿ Die Maschinenbestellungen fielen so schnell und so drastisch wie noch nie seit Beginn der Auftragseingangstatistik im Jahr 1958." Der Auftragseingang spiegelt die gesamte Dramatik des letzten Jahres: Die Bestellungen lagen, über das Jahr betrachtet, um 38 Prozent unter dem Vorjahresniveau.


Dabei schnitten die einzelnen Branchen beim Umsatz unterschiedlich ab. Besonders hart betroffen waren Bau-und Baustoffmaschinen mit 45 Prozent minus. Der Einbruch bei der Productronic betrug 42 Prozent. Auch die Robotik unterlag einem starken Umsatzrückgang: minus 33 Prozent. Antriebstechnik lag mit 26 Prozent weniger Umsatz fast im Branchenschnitt. Etwas besser schnitt die Fördertechnik mit 20 Prozent minus ab.
Einzige Gewinner waren, nach schwachen Vorjahren, die Hütten- und Walzwerkeinrichtungen (32 Prozent plus) sowie Bergbaumaschinen, die immerhin einen Zuwachs von drei Prozent erreichten.

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Für 2010 rechnet der Verband mit einer Konsolidierung, weil die Umsätze in der ersten Jahreshälfte bei einigen Branchen weiter sinken werden. Erst für das zweite und dritte Quartal werden wieder Plusraten erwartet. Deswegen lautet die Prognose für 2010: Nullwachstum. Besondere Erfolgsaussichten werden den Bereichen Energie- und Ressourceneffizienz sowie der Wassertechnologie eingeräumt. bw

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