Unterstützung für KMU

Mit Simulation die Wettbewerbsfähigkeit sichern

Effiziente Produktentwicklung ist mitentscheidend für den Erfolg eines Unternehmens – wer ohne Simulationstechnologien auskommen muss, gerät schnell ins Hintertreffen. Dies ist oft bei kleinen und mittleren Unternehmen der Fall, doch mit der Unterstützung von Sicos BW können auch sie Simulationstechnologien gewinnbringend nutzen.

Um im Entwicklungsprozess wettbewerbsfähig zu bleiben, nutzen viele Unternehmen Simulationstechnologien. (Bild: Wolfram Scheible)

Zeit- und Kostenersparnisse sind Stichwörter, die für die Produktentwicklung heutzutage maßgeblich sind. Viele Unternehmen nutzen deshalb Simulationstechnologien, um im Entwicklungsprozess wettbewerbsfähig zu bleiben. Lassen sich physikalische Eigenschaften wie Druck, Temperatur, Geschwindigkeit, Belastung oder Verformung am Computer simulieren, bringt das große Vorteile: Experimente dieser Art lassen sich im Vergleich zur realen Variante bei deutlich geringerem Aufwand beliebig beeinflussen, wiederholen und vergleichen.

Meist sind es Großunternehmen, die einschlägige Beispiele für den erfolgreichen Einsatz von Simulationstechnologien liefern: Sie simulieren das Crash-Verhalten von Fahrzeugen, Strömungen in Turbinen oder die Aerodynamik bei Flugzeugen. Entsprechende Pendants aus dem Mittelstand sind dagegen rarer gesät. Die Firmen scheitern häufig an den notwendigen Anforderungen für den Einsatz der Technologien. Sie erfordern große Rechnerkapazitäten und müssen manchmal sogar in eigenen Rechenzentren betrieben werden. Die dafür notwendigen Investitionen sind für KMU oft nicht realisierbar. Außerdem fehlt es in vielen Fällen am technischen Know-how, um mit den Technologien effizient zu arbeiten.

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Simulationsprojekte im Mittelstand

Dass es sich lohnt, diese Hürden zu meistern, zeigen erfolgreiche Anwendungsbeispiele aus dem Mittelstand. Beispiel Optima Pharma: Das mittelständische Unternehmen mit rund 550 Mitarbeitern ist seit mehr als 25 Jahren Spezialist in der Entwicklung, dem Design und Bau von Maschinen und Anlagen im Bereich aseptischer bis steriler Abfülltechnik für die Human- und Veterinärmedizin. Das international tätige Unternehmen mit Hauptsitz in Schwäbisch-Hall verwendet zunehmend Simulations- und Visualisierungstechnologien. Es macht so zum Beispiel die Luftströmungen in den Reinraum-Anlagen als wesentlichen Qualitätsfaktor (Vermeidung von Schwebstoffen und Verunreinigungen) sichtbar und optimiert sie. Der Mittelständler minimiert damit das Risiko von Fehlplanungen, beschleunigt den Planungs- und Inbetriebnahmeprozess und erreicht Kosteneinsparungen.

Kostenlose Unterstützung für den Mittelstand

Viele KMU möchten von Simulationstechnologien profitieren, wissen aber nicht, wie sie den richtigen Zugang dazu finden. Hilfestellung gibt die im Sommer 2011 vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Universität Stuttgart gegründete Sicos BW GmbH. Sie unterstützt KMU dabei, sich den Themen Simulation und Höchstleistungsrechnen sowie Big- und Smart-Data anzunähern. Simulations-Neulinge bundesweit erhalten hier alle notwendigen Informationen und bei weitergehendem Interesse Antworten auf grundlegende Fragen zu Anwendungsmöglichkeiten und Werkzeugen. Sicos BW hilft dabei, eine funktionsfähige Arbeitskonstellation einzurichten (inklusive dem Zugang zu den Höchstleistungsrechnern). Damit sind die Unternehmen in der Lage, Simulation letztendlich eigenständig oder mit passenden Partnern in den Produktentwicklungsprozess einzubinden.

An Kooperationsmöglichkeiten mangelt es nicht: Neben großen Höchstleistungsrechenzentren, die ihre Rechnerkapazitäten zu für KMU attraktiven und rein nutzungsbasierten Preisen anbieten, gibt es mittlerweile zahlreiche weitere potentielle Partner wie Forschungsinstitute, Softwarehersteller und Dienstleister sowie spezielle branchenorientierte Simulationszentren, die Zugang zu entsprechenden Simulationstechnologien verschaffen. Auf Landes- und auf Bundesebene gibt es darüber hinaus zahlreiche Förderprogramme, die auch finanzielle Zuschüsse geben (http://www.foerderdatenbank.de). Mit „Fortissimo“ (www.fortissimo-project.eu) existiert außerdem ein EU-Projekt, bei dem es darum geht, eine Web-basierte Plattform aufzubauen, die es KMU erleichtert, Höchstleistungsrechner für ihre Simulationen zu nutzen und so ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.

Damit partnersuchende KMU in diesem Angebotsdschungel nicht den Überblick verlieren, hilft Sicos BW dabei, die passenden Konstellationen zu finden. Da es bei seiner Tätigkeit von seinen beiden Gesellschaftern und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) unterstützt wird, arbeitet das Unternehmen neutral und kostenfrei. Dr. Andreas Wierse/as

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