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Titanguss für die russische Flugzeugindustrie
Tital expandiert jetzt auch in den russischen Luft- und Raumfahrtmarkt. Die ersten Strukturbauteile aus Titanfeinguss werden in dem Triebwerk SaM 146 eingesetzt. Ein Anschlussauftrag über weitere 15 Gussteile steht kurz bevor, teilt das Unternehmen mit und freut sich über einen Umsatz in Millionenhöhe. Weitere große und komplexe Bauteile für das SaM 146 sollen folgen. Ziel des Unternehmens ist es, seine Position als Großteilelieferant für Titan- und Aluminiumfeingussteile in Russland auszubauen.
Der russische Flugzeughersteller Sukhoi hat das SaM146 bereits für seinen Jet SSJ 100 geordert. Der Superjet genannte Flieger ist ein zweistrahliges Regionalverkehrsflugzeug. Das als Tiefdecker ausgelegte Flugzeug dient als Ersatz für die in Russland noch weit verbreiteten Tupolew Tu-134 und Jakowlew Jak-42. Das Vorhaben wird von dem Unternehmen Sukhoi zusammen mit zahlreichen westlichen Partnern, u.a. der italienischen Alenia und Boeing betrieben. Sukhoi liegen heute schon über 100 Bestellungen vor.
Die Gussteile gehen jetzt in die Serienfertigung. In Bestwig ist man zuversichtlich, dass bald Folgeaufträge kommen werden. Darüber hinaus besteht großes Interesse an großen Titan-Feingussteilen. Aufgrund der Größe würden diese dann in der Großgießanlage gegossen, die im Dezember 2008 in Betrieb genommen wurde. Die Anlage ermöglicht es, große und komplexe Feingussteile aus Titan mit einer Bauteilgröße von bis zu 1.500 Millimeter und einem Teilegewicht bis zu 300 Kilogramm herzustellen.
Die GUS-Staaten haben nach Einschätzung von Tital-Geschäftsführer Philipp Jerusalem ein enormes Wachstumspotenzial. Insbesondere die russische und ukrainische Luftfahrtindustrien können sich auf jahrzehntelange Erfahrungen stützen. Seit dem Zusammenbruch des Ostblocks sind zwar keine neuen Entwicklungen vorangetrieben worden, das Potenzial sei aber immer noch vorhanden. Die dortige Luftfahrtindustrie sei nun wieder erwacht.bw









