Tiefensensor mit 100.000 Bildpunkten:
160 Bilder in der Sekunde
Zusammen mit Infineon stellte Bluetechnix das neue hochauflösende Time-of-Flight-Image-Module (TIM) 'TIM-U-IRS1020C' vor. Pro Sekunde können jeweils 100.000 Tiefenmessungen und ebenso vielen Helligkeitsinformationen aufgezeichnet werden. Im Vergleich zu herkömmlichen 160 mal 120-ToF-Kameras ist die räumliche Auflösung mit 352 mal 288 Pixeln bei gleichbleibend hoher Framerate um das Vierfache vergrößert worden.
Einsatzgebiete des neuen TIM sieht Michael Delueg, Produkt Manager bei Bluetechnix vor allem in fahrerlosen Transportsystemen, Durchflussmessungen oder Personenerfassungen. Der Manager selbstbewusst: "Die räumliche Auflösung der Sensoren zu erhöhen, ist eine der Voraussetzungen um die nötige Präzision zu gewährleisten, die für kleinere Gegenstände benötigt wird. Bei der zeitlichen Auflösung sind wir bereits Marktführer, bei der räumlichen Auflösung haben wir nun einen großen Schritt in diese Richtung getan."
Das TIM ist kompatibel zu allen weiteren Bluetechnix ToF-Kits. Es kann beliebig mit anderen Beleuchtungsmodulen und Basisboards kombiniert werden. Die Rohdaten werden vom TIM über ein 12 Bit paralleles Interface ausgegeben. Das Field-of-View (FoV) beträgt wahlweise 30, 60, 90 oder 120 Grad. Die Maße des TIM betragen 40 mal 80 Millimeter.
Im Gegensatz zu einer auf Stereo basierten Entfernungsmessung, bei welcher aus zwei Farbbildern indirekt durch Kantenvergleich die Tiefeninformationen herausgerechnet werden muss, liefert ein ToF Sensor diese direkt. Für jeden Bildpunkt wird gemessen, wie lange ein Lichtsignal benötigt, um vom Sensor zum Objekt und wiederum zurück zu gelangen. Aus diesen Messungen lassen sich exakte Distanzinformationen gewinnen. ToF Systeme sind somit unabhängig von der herrschenden Beleuchtungssituation und arbeiten mit einer sehr hohen Geschwindigkeit. So erreichen Tiefensensoren aus dem Hause Bluetechnix bereits Geschwindigkeiten von 160 Bildern pro Sekunde. bw








