Wirtschaft + Unternehmen
Still: Philipp Rösler mag die Autonomen
Der Prototyp ist das Forschungszwischenergebnis eines vom BMWi geförderten Projekts aus dem Technologieprogramm "Autonomik: Autonome und simulationsbasierte Systeme für den Mittelstand". Die Projektpartner Still, Claas, Atos und DFKI erforschen und entwickeln im Rahmen des Projekts "marion" (mobile, autonome, kooperative Roboter in komplexen Wertschöpfungsketten) ein dynamisches Planungssystem für eine neue Generation autonomer Fahrzeuge in den Bereichen innerbetriebliche Logistik und Landwirtschaft. Die isolierte Steigerung der Leistungsfähigkeit von Einzelmaschinen bietet nur noch begrenztes Potenzial für weitere Produktivitätserhöhungen. Mithilfe des Planungssystems sollen deshalb autonome mobile Maschinen in die Lage versetzt werden, ein gemeinsames Produktionsoptimum zu erreichen und auf Veränderungen in der Umgebung unter Beachtung einer Vielzahl von Randbedingungen eigenständig und flexibel zu reagieren.
Bisherige Automatisierungslösungen innerbetrieblicher Warenströme - wie fahrerlose Transportsysteme (FTS) - benötigen exakt definierte Prozesse und tolerieren keinerlei Umweltveränderungen. Ziel von "marion" ist es, das zu ändern.
Der Ansatz funktioniert wie folgt: Ein übergeordnetes System weist den einzelnen Fahrzeugen verschiedene Aufgaben zu. Diese Aufgaben werden anschließend autonom von den jeweiligen Fahrzeugen erledigt. Der Clou: Ein exaktes Vordefinieren eines jeden Prozessschrittes für sämtliche automatisierten Flurförderzeuge ist nicht länger notwendig. Die autonomen Maschinen sind in der Lage miteinander zu kommunizieren, selbstständig die optimalen Fahrwege zu bestimmen und dabei flexibel auf Umweltveränderungen zu reagieren. Mehr noch: Sie sind durch die direkte Kommunikation fähig, bei der Bewältigung einer Aufgabe als Team zu agieren.
Das Forschungsprojekt ist ein Schlüssel, um völlig neue Arbeitsabläufe des innerbetrieblichen Warentransports zu automatisieren. bw









