Statement: Die aktuelle Krise als Chance für den deutschen Maschinenbau
Es ist Zeit für Konzept und Strategie
Stipo Nad, Leiter Business Development Produktion beim Aachener Optimierungsspezialisten Inform, nimmt Stellung zur aktuellen Lage und erklärt, wie Maschinenbauer die herausfordernde Zeit als Chance nutzen können.
Der deutsche Maschinenbau steht aktuell vor zahlreichen Herausforderungen. Globale Krisen, hoher Kostendruck und der Fachkräftemangel sorgen für düstere wirtschaftliche Aussichten. Das zeigt auch das Maschinenbau-Barometer der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland. Demnach blicken 53 Prozent der insgesamt 100 befragten Führungskräfte des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus pessimistisch auf die Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2024 und rechnen mit einem Wachstumsrückgang.
„Die aktuelle Verunsicherung im Maschinen- und Anlagenbau ist deutlich spürbar. Doch in jeder Krise stecken auch Chancen“, meint Stipo Nad. „Während in guten Zeiten naturgemäß wenig Raum für wichtige und dringende Projekte bleibt, sollten Unternehmen die Phase der Krise nutzen, um konzeptionelle und strategische Überlegungen anzustellen und umzusetzen. Denn bei den zentralen Herausforderungen, wie unter anderem der steigenden Variantenvielfalt und der zunehmenden Digitalisierung in der Produktion, stößt die herkömmliche Planung, beispielsweise über ERP-Systeme oder Excel, an ihre Grenzen, da sie die steigende Komplexität längst nicht mehr beherrschen können.
Dieses Jahr ist daher der ideale Zeitpunkt, um digitale und intelligente Planungssysteme wie Advanced Planning and Scheduling (APS)-Systeme einzuführen. Diese können die entscheidenden Anforderungen des Maschinen- und Anlagenbaus umsetzen und haben sich bereits bei vielen Produzenten komplexer und/oder variantenreicher Erzeugnisse bewährt. Im Gegensatz zur manuellen, unrealistischen Planung in Excel und ERP allein, sorgen sie auf Basis mathematischer Algorithmen und künstlicher Intelligenz für eine realistische Planung und unterstützen den Produktionsplaner durch optimale Handlungsempfehlungen. Dadurch sind Unternehmen in der Lage, agil auf Störungen zu reagieren und deren Auswirkungen auf ein Minimum zu reduzieren. So können Maschinenbauer nicht nur das Beste aus ihrer Produktionsplanung herausholen und die aktuellen Herausforderungen besser meistern, sondern sich gleichzeitig strategisch für eine erfolgreiche Zeit nach der Krise positionieren“, so Stipo Nad.









