Siemens
Prognose für 2025 bestätigt
Siemens setzte den erfolgreichen Wachstumskurs auch im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2025 fort und verzeichnete bei fast allen wesentlichen Kennzahlen deutliche Steigerungen. Vor dem Hintergrund dieser Geschäftsentwicklung bestätigt der Konzern seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2025.
„Wir haben erneut ein erfolgreiches Quartal abgeschlossen, in dem Auftragseingang, Umsatzerlöse und Gewinn nach Steuern deutlich gewachsen sind. Unsere Kunden vertrauen weiterhin auf unsere Technologien, und unsere weltweite Präsenz macht uns widerstandsfähig“, sagte Dr. Roland Busch, Siemens-Vorstandsvorsitzender. Und Finanzvorstand Prof. Dr. Ralf P. Thomas erklärt: „Mit unserem Fokus auf konsequente Umsetzung ist es uns erneut gelungen, deutliches Umsatzwachstum in starke Ergebnisse und einen soliden Free Cash Flow umzuwandeln. Die Akquisition von Altair haben wir kurz vor Ende des zweiten Quartals erfolgreich und sehr zügig abgeschlossen. Wir bestätigen unseren Ausblick für das Geschäftsjahr 2025“, sagte
Deutliches Wachstum bei Auftragseingang und Umsatzerlösen
Siemens steigerte im zweiten Quartal des Geschäftsjahres (endete am 31. März) die Umsatzerlöse auf vergleichbarer Basis, also ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte, um 6 % auf 19,8 Mrd. Euro (Q2 2024: 18,5 Mrd. Euro). Der Auftragseingang wuchs gegenüber dem Vorjahresquartal auf vergleichbarer Basis um 9 % auf 21,6 Mrd. Euro (Q2 2024: 19,7 Mrd. Euro). Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatzerlösen (Book-to-Bill-Verhältnis) erreichte mit 1,10 einen starken Wert. Der Auftragsbestand betrug am Ende des zweiten Quartals des Geschäftsjahres 117 Mrd. Euro.
Das Ergebnis des Industriellen Geschäfts konnte aufgrund starker operativer Leistungen sowie eines Gewinns von 0,3 Mrd. Euro in Zusammenhang mit dem Ausstieg aus dem Wiring Accessories-Geschäft bei Smart Infrastructure um fast ein Drittel auf 3,2 Mrd. Euro gesteigert werden (Q2 2024: 2,5 Mrd. Euro). Die Ergebnismarge des Industriellen Geschäfts lag entsprechend bei 16,9 % (Q2 2024: 14,0 %). Der Gewinn nach Steuern stieg um 11 % auf 2,4 Mrd. Euro (Q2 2024: 2,2 Mrd. Euro). Der Zuwachs resultierte im Wesentlichen aus dem höheren Ergebnis des Industriellen Geschäfts.
Der Free Cash Flow ‚all-in‘ aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten erreichte auf Konzernebene einen Wert von 1,0 Mrd. Euro (Q2 2024: 1,3 Mrd. Euro). Der Free Cash Flow des Industriellen Geschäfts blieb auf Niveau des Vorjahresquartals von 2,1 Mrd. Euro; dabei leistete Smart Infrastructure den höchsten Beitrag.
Deutliches Auftragswachstum im Automatisierungsgeschäft
Der Auftragseingang bei Digital Industries erreichte das Vorjahresniveau von 4,3 Mrd. Euro (Q2 2024: 4,3 Mrd. Euro), wobei das Automatisierungsgeschäft aufgrund der höheren Nachfrage in China ein deutliches Auftragswachstum verzeichnete. Dort näherte sich der Abbau der erhöhten Lagerbestände bei den Kunden zum Schluss des Quartals seinem Ende. Die Automatisierungsaufträge in Deutschland waren dagegen beträchtlich rückläufig, und der Auftragseingang im Electronic-Design-Automation-Softwaregeschäft (EDA) im Vergleich zum starken Vorjahresquartal erwartungsgemäß niedrigerer. Die Umsatzerlöse verzeichneten auf vergleichbarer Basis einen moderaten Rückgang um minus 5 % auf 4,3 Mrd. Euro (Q2 2024: 4,5 Mrd. Euro). Der Umsatzerlösrückgang im Automatisierungsgeschäft fiel erheblich geringer aus als in vorhergehenden Quartalen.
Im Softwarebereich wurde das Wachstum im PLM-Geschäft von einem beträchtlichen Rückgang gegenüber dem starken Vorjahresquartal im EDA-Geschäft überwogen. Das Ergebnis von 634 Mio. Euro (Q2 2024: 741 Mio. Euro) und die Profitabilität von 14,8 % (Q2 2024: 16,5 %) sanken im Wesentlichen wegen geringerer Umsatzerlöse im EDA-Geschäft und Aufwendungen in Höhe von 27 Mio. Euro in Verbindung mit dem Closing der Altair-Akquisition.
Bei Smart Infrastructure blieb der Auftragseingang mit 6,0 Mrd. Euro leicht unter dem starken Vorjahreswert (Q2 2024: 6,1 Mrd. Euro), in dem ein besonders hohes Niveau bei Aufträgen von Rechenzentren zu verzeichnen gewesen war. Die Umsatzerlöse legten in allen Geschäften und Berichtsregionen zu. Sie stiegen auf vergleichbarer Basis um 10 % auf 5,7 Mrd. Euro (Q2 2024: 5,1 Mrd. Euro), angeführt vom Electrification-Geschäft aufgrund der stringenten Abarbeitung des großen Auftragsbestands von Rechenzentren und Kunden im Energiebereich. Smart Infrastructure setzte seine Ergebnis- und Profitabilitätssteigerung bei höheren Umsatzerlösen, einer gestiegenen Kapazitätsauslastung sowie kontinuierlichen Produktivitätsverbesserungen im Vorjahresvergleich fort. Das Ergebnis stieg um 61 % auf 1,4 Mrd. Euro (Q2 2024: 854 Mio. Euro), und die Ergebnismarge konnte um über 7 Prozentpunkte auf 24,0 % gesteigert werden (Q2 2024: 16,6 %), wobei sowohl Ergebnis als auch Profitabilität von einem Gewinn in Höhe von 315 Mio. Euro im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus dem Wiring Accessories-Geschäft profitierten.
Bei Mobility erhöhte sich der Auftragseingang auf vergleichbarer Basis um 22 % auf 3,9 Mrd. Euro (Q2 2024: 3,2 Mrd. Euro) aufgrund eines stark gestiegenen Volumens aus Großaufträgen, das beträchtliche Vertragsabschlüsse in Europa und Amerika beinhaltete, wie die Aufträge zur Lieferung von Dual-Mode- und batterieelektrischen Lokomotiven in den USA im Wert von insgesamt 0,6 Mrd. Euro. Mobility steigerte seine Umsatzerlöse auf vergleichbarer Basis um 12 % auf 3,2 Mrd. Euro (Q2 2024: 2,8 Mrd. Euro). Dabei verzeichneten alle Geschäfte Zuwächse, angeführt vom Schienenfahrzeug- und dem Kundenservicegeschäft. Das Ergebnis stieg um 23 % auf 291 Mio. Euro (Q2 2024: 237 Mio. Euro). Dies war getragen von einer Verbesserung in nahezu allen Geschäften und beinhaltete einen starken Beitrag des Kundenservicegeschäfts. Die Ergebnismarge stieg entsprechend auf 9,1 % (Q2 2024: 8,4 %).
Ausblick
Trotz gestiegener Unsicherheit im ökonomischen Umfeld bestätigt Siemens die Prognose für das Geschäftsjahr 2025: Digital Industries erwartet für das Geschäftsjahr 2025 eine Veränderung der Umsatzerlöse auf vergleichbarer Basis (bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte) in einer Bandbreite von –6 % bis +1 %. Die Ergebnismarge wird in einer Bandbreite von 15 % bis 19 % erwartet.
Smart Infrastructure erwartet für das Geschäftsjahr 2025 ein Umsatzerlöswachstum auf vergleichbarer Basis zwischen 6 % und 9 % und eine Ergebnismarge in einer Bandbreite von 17 % bis 18 %, bei der ein Gewinn von 315 Mio. Euro aus dem Q2 GJ 2025 aufgrund des Ausstiegs aus dem Wiring-Accessories-Geschäft nicht eingerechnet ist.
Mobility erwartet für das Geschäftsjahr 2025 ein Umsatzerlöswachstum auf vergleichbarer Basis zwischen 8 % und 10 % und eine Ergebnismarge in einer Bandbreite von 8 % bis 10 %.
Für den Siemens-Konzern wird mit einem Umsatzerlöswachstum auf vergleichbarer Basis in einer Bandbreite von 3 % bis 7 % und einem Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatzerlösen (Book-to-Bill-Verhältnis) von über 1 gerechnet.









