Wirtschaft + Unternehmen
Schwarzarbeit boomt
wirtschaftete im vergangenen Jahr rund 336 Milliarden euro am Finanzamt vorbei, 8 Milliarden mehr als im Jahr davor. Diese unversteuerten Erträge aus Schwarzarbeit machen inzwischen 16 Prozent des offiziellen Bruttoinlandsprodukts aus.
Was die neueste Studie der Universität Linz da über Deutschland in Zahlen belegt, ist natürlich eine alte Erkenntnis - doch das Ausmaß ist erschreckend! Höchste Zeit, hier regulierend einzugreifen. Und nicht nur mit dem Ruf nach strengerer Überwachung und härteren Strafen - das ist hier zu simpel, deshalb wirkungslos.
Der gesamte Prozess um Arbeit und Abgaben, um Einkünfte aus Nichtarbeit und damit verbundene Verpflichtungen, um die Differenz zwischen Einkünften aus staatlichen Quellen oder aus so genannten Billiglohnjobs bedarf einer grundlegenden Reform. Anders ist der Schwarzarbeit (und der sozialen Ungerechtigkeit) nicht beizukommen. dc
Schwarzarbeit zum Zweiten
"Schwarzarbeit - Erstmals seit Jahren Rückgang" - so lese ich im Wirtschaftsteil meiner Tageszeitung: Haben die staatlichen Programme doch was genutzt? Sind die Baustellen- und Betriebskontrollen wirklich abschreckend? Toller Erfolg!
Doch beim weiteren Lesen trifft mich fast der Schlag: "Ursachen für den Rückgang der Schwarzarbeit und der illegal Beschäftigten sind fast ausschließlich in der schwachen Baukonjunktur zu suchen". Mein erster Gedanke: Das ist auch ein Konzept... Mein Zweiter: Soll ich nun lachen oder weinen? dc








