Bremsentechnik
Ringspann übernimmt italienischen Bremsenhersteller Ostelectric
Mit der Übernahme des italienischen Bremsenherstellers Ostelectric komplettiert Ringspann sein Portfolio in der industriellen Bremsentechnik und setzt gleichzeitig seine Internationalisierungskurs fort.
Für die Einkäufer antriebstechnischer Komponenten bedeutet das, dass sie neben Freiläufen, Welle-Nabe-Verbindungen, Überlast- und Wellenkupplungen sowie mechanischen Fernbetätigungen bei Ringspann nun auch alle gängigen Bautypen von Industriebremsen finden – inklusive der passenden Steuerungen.
„Mit der am 1. Januar dieses Jahres vollzogenen Übernahme des im norditalienischen Limbiate ansässigen Bremsenherstellers Ostelectric kommen wir diesen Zielen einen großen Schritt näher“, sagt Ernst Fritzemeier, der Geschäftsleiter Technik, Produktion und Beschaffung von Ringspann. Das Bad Homburger Unternehmen bietet zwar schon seit über 40 Jahren eine stetig wachsende Auswahl an Stopp-, Regel- und Haltebremsen verschiedener Bauarten für Bremsmomente von 0,5 bis 325.000 Nm, erweitert aber nun mit dem jüngsten Take Over sein Industriebremsen-Programm erheblich.
Ernst Fritzemeier macht auf den entscheidenden Punkt aufmerksam: „Ostelectric verfügt nicht nur über hohes Engineering- und Fertigungs-Knowhow auf dem Gebiet der elektrohydraulischen Trommel- und Scheibenbremsen, sondern zählt insbesondere zum etablierten Kreis der Hersteller von elektrohydraulischen Hubgeräten, die zu den wichtigsten Funktionselementen dieser Bremsentypen gehören. Wir stärken also durch die Übernahme auch unsere Entwicklungs- und Fertigungskompetenzen in diesem Bereich.“
Im Bereich der elektrohydraulischen Scheibenbremsen deckt das Industriebremsen-Programm des Unternehmens nunmehr Bremskräfte von 200 bis 19.900 Nm ab; bei den elektrohydraulischen Trommelbremsen erstreckt sich die Auswahl jetzt von 230 bis 7.200 Nm Bremsmoment. „Die Integration des Ostelectric-Sortiments in unser Portfolio hat eine enorme leistungstechnische Verdichtung unseres Bremsenspektrums zur Folge und bedeutet zugleich, dass die Kunden bei Ringspann ab sofort alle relevanten Bau- und Funktionstypen von Industriebremsen erhalten – inklusive der passenden Steuerungssysteme“, so Fritzemeier.
Der Produktionsstandort Limbiate vor den Toren von Mailand soll erhalten bleiben, das weit reichende Bremsen-Knowhow des italienischen Herstellers aber an den Ringspann-Stammsitz in Bad Homburg transferiert werden, so sieht es die Vereinbarung vor. Diesen Prozess wird der bisherige Eigentümer von Ostelectric, Roberto Casini, federführend begleiten. Als Kenner der internationalen Märkte wird er in den nächsten drei Jahren außerdem als Berater für Ringspann tätig sein. Die komplette Belegschaft von Ostelectric wird übernommen und der Personalleitung von Ringspann Italia im Nachbarort Lainate unterstellt. kp














