Peter Dewald zur Exact-Übernahme
"In fünf Jahren an der Spitze"
Wie SCOPE ONLINE berichtete, übernimmt Sage Software in diesen Tagen mit dem Segen der Kartellbehörde die deutsche Lohnsparte von Exact. Sage-Chef Peter Dewald erläutert im Interview seine Ziele im Lohnbereich und die Neuerungen für Exact-Lohnkunden.
SCOPE: Herr Dewald, herzlichen Glückwunsch, das Bundeskartellamt hat Ihnen vor wenigen Tagen grünes Licht gegeben zur Übernahme der deutschen Lohnsparte von Exact. Hatten Sie zwischenzeitlich Bedenken, dass es nicht klappen könnte?
Peter Dewald: Vielen Dank. Sicher kann man sich natürlich nie sein, dass alles klappt, aber es gab von unserer Seite zu keinem Zeitpunkt ernsthafte Bedenken. Im Gegenteil, das Geschäft ist erfreulich reibungslos verlaufen.
SCOPE: Was war das Ziel der Übernahme?
Peter Dewald: Das Ziel der Übernahme war und ist es, weiter zu wachsen und die Marktanteile auszubauen.
SCOPE: Mit jetzt 12.400 Lohnkunden und einem Umsatz im Lohnbereich von 30 Mio. Euro sind Sie jetzt - nach eigenen Angaben - einer von zwei Marktführern bei Lohnsoftware für kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland. Wie groß schätzen Sie den Markt ein, welchen Anteil halten Sie daran und wo sehen Sie Ihre Position in fünf Jahren?
Peter Dewald: Wir beziehen uns dabei auf Einschätzungen des Analystenhauses PAC, das den Markt 2013 analysiert hat. Betrachtet haben wir dabei unser Zielsegment - das sind Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern. In dem Markt gab es bislang sechs große Player, heute sind es nur noch fünf. Wenn Sie es ganz konkret wissen wollen: Wir konnten unsere Marktposition mit jetzigen Anteil von 20 Prozent auf Platz zwei ausbauen. Der Abstand ist also nicht mehr groß. Daher sehe ich Sage in fünf Jahren ganz klar an der Spitze - als Marktführer im Bereich Lohn.
SCOPE: Welche Veränderungen kommen auf die Exact-Lohnkunden zu - wird¿s für sie teurer? Oder müssen sie sich mittelfristig gar auf eine Migration auf eine Sage-Lösung einstellen?
Peter Dewald: Über eine Migration muss sich kein ehemaliger Exact- Kunde Gedanken machen. Wir wollen mit unserem breiten Lösungsportfolio künftig das Angebot ergänzen und es nicht schmälern. Die Produkte werden weiterentwickelt und -vertrieben, in gewohnter Qualität. Bestehende Verträge haben wir 1:1 übernommen.









