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Globale Sicht auf die Zukunft des Supercomputings
Die vier Hauptvorträge der 25. International Supercomputing Conference (ISC) behandeln ein breites Themenspektrum und reichen von »Scale-up/Scale-out«-Architekturen bis hin zu Themen wie der Veränderung und Modernisierung der chinesischen Wirtschaft und Gesellschaft durch die Informationstechnik und das Internet. Die ISC’10 findet vom 30. Mai bis 3. Juni 2010 in Hamburg statt.
Kirk B. Skaugen, Vizepräsident der Intel Architecture Group, widmet seinen Vortrag am 31. Mai 2010 einem Vergleich der Scale-up- und der Scale-out-Lösungen für das Supercomputing. Beide Ansätze haben ihre Bedeutung für das High-Performance-Computing bereits nachgewiesen. Scale-up-Lösungen (die Erhöhung der Ressourcen innerhalb eines Systems) haben die PetaFlops-Grenze bereits durchbrochen und steuern auf die ExaFlops-Schwelle zu. Beim Scale-out-Computing kommen viele verteilte, kostengünstige Systeme zum Einsatz, deren Gesamtleistung im TeraFlops-Bereich liegt.
Am 1. Juni 2010 gibt Prof. Dr. Helmut Merkel von EurAsia Global Concept (Peking) in seinem Vortrag mit dem Titel »Wie die IT und das Internet die chinesische Gesellschaft verändern« den Konferenzteilnehmern einen Einblick in die chinesische Gesellschaft. Mit 360 Millionen Internet-Nutzern (Quelle: http://www.internetworldstats.com) hat China die größte Internet-Gemeinde der Welt. Allein das E-Commerce-Volumen wird auf 35 Milliarden Euro geschätzt. Die Menschen in China nutzen das Internet jedoch nicht nur für das Online-Shopping, sondern auch für den Austausch politischer Standpunkte. Sie üben damit Druck auf die Regierung aus und nutzen so Rechenleistung für einen Wandel der Gesellschaft.
Den traditionellen Rückblick auf das abgelaufene Jahr und den Ausblick auf die Zukunft des Supercomputings in der Welt liefert Prof. Dr. Thomas Sterling, Universität von Louisiana, am 2. Juni 2010 in seinem Vortrag »HPC Achievement & Impact – 2010«. Gemäß Prof. Sterling befinden wir uns im Jahr 2 A. P. (after petaflops). In den nächsten Jahren werden sich die Multicore-Architekturen weiter entwickeln, um der Technologie einen erneuten Schub zu verleihen. Prof. Dr. Horst Zuse (Sohn von Konrad Zuse, dem Erfinder des ersten programmierbaren Computers, Z3), Technische Universität Berlin, analysiert in seinem Vortrag am 3. Juni 2010 die Top-5 der Urahnen des Supercomputings – vom Z1 über das britische Geheimprojekt Colossus bis zum Eniac – und zeigt historische Bilder und Filmaufnahmen. Im Jahr 1949 gab es auf der Welt 251 Computer, die zusammen 51 Millionen Euro wert waren.
Mehr Informationen zum Programm sind zu finden unter: http://www.supercomp.de/isc10/Program/Overview. Die günstigen Early-Bird-Preise gelten noch bis zum 30. April 2010. -fr-
www.supercomp.de/isc10




