Auf dem Rangiergleis
Neue Spekulationen über Fusion von Siemens und Bombardier im Zuggeschäft
Gerüchten zufolge soll wieder Bewegung in die Verhandlungen zwischen Siemens und dem kanadischen Bombardier-Konzern über die Fusion des Zuggeschäfts gekommen sein. Im April hatte es bereits ähnliche Spekulationen gegeben. Viele Fragen scheinen dabei aber noch unbeantwortet. Laut der Wirtschaftswoche berichten Insider, dass die Gespräche über eine Verschmelzung schon seit Monaten laufen.
Am Ende solle ein neues Gemeinschaftsunternehmen das Geschäft mit Zügen, Lokomotiven, Steuerungstechnik sowie U- und Straßenbahnen bündeln. Da beide Unternehmen ähnliche Märkte bedienen, droht bei einer Fusion ein starker Personalabbau.
Die Zugbauer in Europa stehen unter Druck: Mit dem Zusammenschluss der beiden größten Anbieter in China ist mit China Railway Rolling Stock Corporation (CRRC) ein neuer Gigant auf dem Markt, der seine Bahntechnik bereits erfolgreich in den Schwellenländern Südostasiens und im Nahen Osten verkauft. CRRC bringt es auf über 30 Milliarden Euro Umsatz und auf einen Weltmarktanteil von fast 50 Prozent. Mit einer Fusion könnten Siemens und Bombardier ein stärkeres Gegengewicht zum chinesischen Staatskonzern CRRC bilden.
"Noch ist nicht klar, was am Ende von Bombardier noch übrig ist. Der Konzern baut gerade rund 5000 von aktuell 38.000 Stellen ab. In Deutschland, wo er etwa 8500 Mitarbeiter beschäftigt, soll der Aufsichtsrat am Donnerstag den Abbau beschließen. Insider berichten, dass rund 2700 Arbeitsplätze wegfallen sollen, auch von Standortschließungen ist die Rede", berichtet die WiWo. Und weiter "Dabei baut auch Siemens Arbeitsplätze ab. Vor wenigen Wochen kündigte der Konzern an, in seinem Werk in Krefeld 300 Arbeitsplätze in der Zugmontage zu streichen. Auf der Betriebsratssitzung in dieser Woche sollen die Arbeitnehmer allerdings erklärt haben, dass sie die Gespräche erst mal langsam angehen lassen wollen. Sie wollten doch erst mal abwarten, was die Verhandlungen mit Bombardier so ergeben." kp








