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Modus: Blick um die Ecke
Experten von Modus high-tech electronics haben eine Speziallinse für die Parallelprojektion von zu inspizierenden Objekten mit einer Größe bis DIN A2 entwickelt. Sie ermöglicht eine vollständige Abbildung für den Prüfvorgang ¿ maßstabsgetreu ohne perspektivische Verzerrungen oder Verdeckungen durch höhere Baugruppenelemente. Zur Kontrolle in der Leiterplattenherstellung oder bei der Produktion elektronischer Baugruppen wie Mainboards kommen unter anderem Scannersysteme zum Einsatz. Deren Bildverarbeitungsverfahren prüft einzelne Fertigungsschritte auf potenzielle Fehler. Die analogen Daten der dreidimensionalen physikalischen Vorlage werden mit Hilfe von Sensoren aufgenommen und in einem zweidimensionalen Prüfbild zum Abgleich mit der fehlerfreien Produktionsvorlage digitalisiert. Das von der Vorlage reflektierte Licht wird dabei über Spiegel und Linsen auf dem Sensor gebündelt. Bei konventionellen Linsensystemen entstehen üblicherweise Verzerrungen durch die Zentral- bzw. Fluchtpunktperspektive. Bei Baugruppen mit höheren Elementen, zum Beispiel PCI-Steckplätzen, kann deren Umfeld durch die Schrägsicht verdeckt sein (je schräger der Projektionswinkel, desto höher der potenzielle Verdeckungsgrad). Diese Darstellungsfehler sorgen für Ungenauigkeiten bei den zu verarbeitenden Prüfbildern, am gravierendsten in deren Randbereichen. Das telezentrische Linsensystem von Modus hingegen ermöglicht eine senkrechte Aufsicht auf die gesamte Fläche des Prüflings - auch bei übergroßen Baugruppen mit einem Scanformat bis DIN A2 und unterschiedlichen Höhenkonturen. Diese Parallelprojektion ist das Ergebnis intensiver Forschungsarbeit an der Beschaffenheit der Speziallinse. Sie bricht das von der Vorlage reflektierte Licht so, dass der Strahlengang parallelisiert wird. Auf diese Weise lassen sich jegliche Bildverzerrungen und scheinbare Positionsveränderungen in der Abbildung verhindern. Durch das aus aufeinander abgestimmten Optikkomponenten bestehende System wird sie als durchgehend senkrechte Aufsicht an die CCD-Zeile und somit ein parallaxenfreies Bild in die Inspektions- bzw. Bildverarbeitungssoftware gegeben und dort geprüft. Durch die Kombination aus Linse, Beleuchtung und AOI-Software ist die Prüfung auf diverse Produktionsfehler deutlich umfangreicher und vor allem präziser möglich als mit konventionellen Lösungen. Damit trägt der Anbieter dem Bedarf seiner Kunden mit einer Null-Fehler-Strategie Rechnung, die insbesondere im Bereich Automotive tätige Unternehmen verfolgen. In der Produktion in Willich werden alle Scannersysteme mit dieser leistungsstarken Produktkombination ausgestattet. Aber auch bestehende Systeme lassen sich nach dem Stand der Technik umrüsten. bw









