Wirtschaft + Unternehmen
MLR behauptet sich in der Selbständigkeit
15 Jahre eigenständig: Im Rahmen eines Management-Buy-outs übernahmen die MLR Soft GmbH und leitende Mitarbeiter im Jahr 1997 die Geschäftsanteile der MLR System GmbH von Preussag Noell.
Die Wurzeln von MLR reichen aber noch weiter zurück: Im Jahr 1971 wurden die Bereiche Elektronische Steuerung von Lager- und Transportsystemen von Robert Bosch, der Deutschen Babcock und Wilcox zusammengelegt. Die dadurch entstandene Babcock und Bosch Transport- und Lagersysteme GmbH wurde 1974 von Babcock übernommen und als Babcock Transport- und Lagersysteme fortgeführt. Das Unternehmen war damals einer der weltweit ersten FTS-Anbieter.
Heute realisieren die rund 70 Mitarbeiter vom Stammsitz in Ludwigsburg aus Fahrerlose Transportsysteme (FTS) und Automatische Warentransportanlagen (AWT) mit ihren Fahrerlosen Transportfahrzeugen (FTF) für Auftraggeber in der ganzen Welt. Die frei navigierenden Fahrzeuge transportieren selbstständig Mahlzeiten und Geschirr, Wäsche, Sterilgut und Abfälle in Kliniken und Krankenhäusern. Weitere FTS sind in der Industrie, bei den großen Autoherstellern und deren Zulieferern, in der Pharma-, Lebensmittel- und Papierindustrie in Betrieb. Kunden von MLR sind sowohl die großen internationalen Konzerne als auch kleinere, mittelständisch strukturierte Unternehmen.
MLR hat in den vergangenen 15 Jahren die eigene Produktpalette kontinuierlich ausgebaut: Mit den ISI-S Fahrzeugen nahm MLR im Jahr 2006 Low-Cost-Fahrzeuge ins Programm. Vier Jahre später kamen die Vier-Wege-FTF und ein Jahr später die automatisierten Hochregalstapler hinzu.
Auch für die Zukunft ist das Unternehmen gut aufgestellt: Zusammen mit dem Fraunhofer Institut IPA entwickelten die schwäbischen Ingenieure aktuell den Serviceroboter Casero, der in Krankenhäusern und in Alten- und Pflegeeinrichtungen das Pflegepersonal unterstützen und die Patienten und Bewohner selbstständig mit Artikeln des täglichen Bedarfs, wie zum Beispiel Medikamenten oder Getränken versorgen soll.
Zum fünfzehnten Geburtstag haben die Ludwigsburger nun wieder ein Stichwort zu ihrer Firmengeschichte hinzugefügt: Die neueste Entwicklung ist der fahrerlose Schwerlasttransporter vom Typ Caesar, der Lasten von bis zu 63 Tonnen bewegen kann und auch für Außenbereiche konzipiert ist. Zwei Fahrzeuge wurden gerade ausgeliefert: Bei einem Automobilhersteller in Ungarn bewegt der rund sieben Meter lange Plattformwagen tonnenschwere Coils und Platinen. Das zweite Fahrzeug ist bei einem süddeutschen Metallbetrieb im Einsatz und fährt dort die schweren Werkstücke zwischen den einzelnen Betriebsgebäuden. bw









