Digitalverband Bitkom
Umfrage: Mehrheit ist für Ende des Bildungsföderalismus
Aus den Ergebnisssen einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom geht hervor, dass die Mehrheit der deutschen Bundesbürger den deutschen Bildungsföderalismus für nicht zeitgemäß hält. 58 Prozent möchten, dass der Bund künftig Entscheidungen für die Länder trifft.
Im Februar 2019 wurden Bundesbürger von Bitkom Research zum deutschen Bildungswesen befragt. Dabei halten 58 Prozent den Föderalismus in der Bildung für nicht zeitgemäß und wünschen, dass der Bund künftig allein verantwortlich ist. Dazu gehören die Entscheidungen über das Fächerangebot, Schulformen, die Gestaltung von Lehrplänen oder die Finanzierung von Lehrmitteln. 16 Prozent hingegen wollen, dass weiterhin die Bundesländer alleine für die Bildung verantwortlich sind. Bildung als Gemeinschaftsaufgabe zwischen Bund und Land befürworten 22 Prozent.Bitkom-Präsident Achim Berg kritisiert, dass durch die verschiedenen Schulsysteme innerhalb des Landes die Bildung ausgebremst würde. Der Digitalpakt Schule, bei dem der Bund für die kommenden Jahre 5 Milliarden Euro für die Digitalisierung der Schulen in Aussicht gestellt hat, sollte nach Meinung von 67 Prozent der Befragten ohne weitere Verzögerung umgesetzt werden.
Digitalkompetente Lehrer, digitale Lerninhalte und digitale Technik sind ebenso erwünscht. 86 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Deutschlands Schulen bei der Digitalisierung im internationalen Vergleich nicht mithalten können. Dass Lehrer verpflichtet sein sollten, sich zu digitalen Themen regelmäßig fortzubilden, finden 96 Prozent der Befragten. 87 Prozent sind der Auffassung, dass die Digitalisierung ein wichtiger Bestandteil der Lehrpläne werden sollte. Dass die technische Ausstattung verbessert werden müsste, denken drei Viertel der Befragten. Ob die Schulen zuerst saniert werden sollten, ist dabei umstritten, 48 Prozent sagen Ja, 50 Prozent sagen Nein.
Digtale Kompetenzen in der Bildung werden in Zukunft entscheidend sein für die Ausbildung neuer Fachkräfte der Industrie. Zu diesem Thema veröffentlicht SCOPE im Juni das Sonderheft Employer Branding.











