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Linde MH: Stapler als Roadster
Seit Mitte Juni wird ein Prototyp Linde E25 L Roadster von Linde Material Handling (MH) bei der Fraport Cargo Services GmbH am Frankfurter Flughafen für das Zusammensetzen sogenannter Luftfrachtpaletten über längere Zeit getestet. Für das Fraport-Unternehmen ergibt sich durch das Gerät eine größere Flexibilität, denn in vielen Fällen muss den Staplerfahrern bei der Beladung der Luftfrachtpaletten aus Sicherheitsgründen ein Einweiser zur Seite gestellt werden. Mit dem Linde-Roadster, einem innovativen Freisicht-Elektro-Gegengewichtstapler, lässt sich auf diese Hilfe verzichten.
Möglich wurde die Roadster-Version aufgrund der oben am Hubmast montierten Neigezylinder, einem Alleinstellungsmerkmal über das alle Linde-Gegengewichtstapler im Traglastbereich bis acht Tonnen verfügen. Die Neigezylinder leiten die auf das Hubgerüst einwirkenden Kräfte in solide Gussstützen am Heck des Staplers. Das Fahrerschutzdach besteht aus zwei Scheiben aus speziellem Verbundsicherheitsglas, wobei sich der Glasdachrahmen beim Vor- und Zurückneigen des Masts mitbewegt. Das neuartige Fahrerschutzdach übernimmt die Funktion der A- und B-Säule, sowie der Dachholme und des Dachbleches. Dem Fahrer eröffnet sich ein freier Blick nach oben, der nicht durch ein Dachblech eingeschränkt wird. Zusätzlich bietet das an den Hubmast angebundene Glasdach einen sicheren Schutz gegen durchfallende Lasten zwischen Mast und Fahrerarbeitsplatz.
Durch den Wegfall der A-Säule eröffnet sich für den Fahrer zudem ein deutlich erweitertes Sichtfeld nach vorne. Auch die Trittstufe ist ebenso wie beim Serienfahrzeug sehr gut einsehbar. Als Aufstiegshilfe dient dem Fahrer ein geschwungenes Stahlrohr, welches mit dem Stirnblech verbunden ist. Bei dem Design der Aufstiegshilfe ließen sich die Entwickler von Geländerhandläufen inspirieren.
Als "Freisichtgerät" ist das Fahrzeug für Indoor-Applikationen ausgelegt. "Wir wollen mit dem Langzeittest bei Fraport Cargo Services weitere konkrete Kundenerfahrungen sammeln, um zu entscheiden, ob das Gerät zukünftig in Serie gebaut wird oder nicht. Alle technischen Abnahmen für den Prototypen liegen vor", erläutert Ralf Dingeldein, Vice President New Trucks bei Linde Material Handling. bw









