Interview zur EMO

Andreas Mühlbauer,

KI ist entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit

EMO-Generalkommissar Carl Martin Welcker gibt im Interview mit Andreas Mühlbauer einen Ausblick auf die EMO im September und ordnet die neuen Technologien in den Kontext der Produktionstechnologie ein.

Carl Martin Welcker, EMO-Generalkommissar © VDW

Welches sind die Schwerpunkte der diesjährigen EMO und was dürfen Besucher und Aussteller erwarten?

Die EMO 2025 greift mit den drei Fokusthemen Automatisierung, Sustainability sowie Digitalisierung und KI die wichtigen Trends auf. Ich bin überzeugt, dass ein Großteil der mehr als 1.500 Aussteller Automatisierungslösungen anbieten werden. Das reicht von einfachen Lösungen bis hin zu Robotereinsatz und autonomen Fabriken. Darüber hinaus bedeutet Automatisierung auch die Unterstützung des Maschinenbedieners, beispielsweise durch Assistenzsysteme. Ein wachsender Trend ist die Einbindung von Prozessen wie Reinigen, Beschriften oder Messen.

Sustainability ist der zweite wichtige Trend. In der Sustainability Area informieren EMO-Aussteller über Trends zur Energieeffizienz, die Integration regenerativer Energien, Kreislaufwirtschaft und Lebenszykluskonzepte. Digitalisierung ist noch lange nicht ausgereizt, denn immer noch bieten Daten sehr viel Potenzial, die Produktivität zu erhöhen und neue Geschäftsmodelle aufzusetzen. KI ist der nächste Schritt, offene standardisierte Schnittstellen sind die Voraussetzung. In der AI + Digitalization Area zeigt die EMO den aktuellen Stand des Projekts umati. Auf dem AI Hub@EMO2025 werden zudem die Einsatzmöglichkeiten von KI gezeigt. Weitere Formate thematisieren Start-ups, Nachwuchswerbung, additive Fertigung, aber auch die wirtschaftlichen Chancen unserer Branche.

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Welche Rolle spielen KI, 3D-Druck und vernetzte Produktion auf der Messe?

KI ist nach Einschätzung vieler Experten und der Unternehmen selbst entscheidend für die künftige Wettbewerbsfähigkeit der Industrie. Wir müssen uns intensiv damit beschäftigen, zumal wir bei der industriellen KI mit unserer Ingenieurexpertise und der tiefen Kenntnis der Lieferketten ganz vorn mitspielen. Der AI Hub@EMO 2025 wird jede Menge Diskussionsstoff für den Einsatz in der Produktion bieten. In Kooperation mit dem Demonstrations- und Transfernetzwerk für KI in der Produktion, ProKI Netz, werden Anwendungsszenarien und prototypische Lösungen für KI in der Metallbearbeitung mit Hilfe von Demonstratoren gezeigt. Auch vernetzt der AI Hub@EMO 2025 die Angebote der Aussteller und macht sie für Besucher transparent. Damit können sie relevante Lösungen direkt mit dem Aussteller diskutieren. Schließlich beleuchten hochkarätige Experten im Rahmen der so genannten P.O.P.-Talks auf dem zentralen EMO-Forum in Halle 12 den Einsatz von KI aus unterschiedlichen Perspektiven.

Wie hat sich die Branche seit der letzten EMO verändert und wie blicken Sie in die Zukunft?

Seit der letzten EMO 2023 war und ist die Branche mit großen Herausforderungen konfrontiert, die zumeist außerhalb unseres direkten Einflussbereichs liegen. Sie sind auch längst noch nicht alle gelöst. Dennoch bin ich der Überzeugung, dass die Branche allen Grund zur Zuversicht hat, denn es gibt viele Entwicklungen, die neue Chancen im Markt eröffnen. Und genau das werden wir auf der EMO sehen.

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