Ingenics plant für HAWE-Hydraulik
Bau nach Fertigung
Wenn der Hydraulikhersteller HAWE Hydraulik SE in diesen Wochen die Einweihung seines modernsten Werkes in Kaufbeuren feiert, wird ein Bauvorhaben abgeschlossen, das die technische Unternehmensberatung Ingenics AG seit 2007 begleitet und auf der Basis höchster Qualitätsanforderungen im Sinne des Bauherrn umgesetzt hat.
Die Realisierung einer "Green Factory" hatte in der Planung von vornherein eine zentrale Rolle gespielt. Die Entscheidung für Ingenics als Partner lag insofern nahe, als das Hydraulik-Unternehmen bereits bei der Planung und Realisierung von Werken in Dorfen (Kreis Erding), Freising und Kirchheim mit dem technischen Beratungsunternehmen zusammengearbeitet hatte.
Auf einer Gesamtfläche von insgesamt 125.000 Quadratmetern wurde ein differenziertes Gebäudeensemble realisiert, bei dem vier Werkshallen auf insgesamt rund 50.000 Quadratmetern die Kantine und weitere Gebäude campusartig um einen Innenhof angeordnet sind. Ziel war es, mit dem Bezug des neuen Werks den Produktionsprozess zu optimieren. Deshalb wurden die Hallen nach Fertigungsschritten aufgebaut. Der Umzug wurde außerdem für die Einführung neuer Produktionssysteme genutzt.
Nachhaltige Fabrikanlagen und Produktionsprozesse bilden den Grundstein für eine "Green Factory", nicht weniger wichtig ist es im Sinne der Ingenics Philosophie jedoch, die "Menschen zu befähigen". Alle tangierten Mitarbeiter wurden deshalb im Rahmen einer "Ingenics Lean Learning Academy" auf die Lean-Ziele eingeschworen.
Was das Bauprojekt in Kaufbeuren in besonderem Maße kennzeichnet, sind die nachhaltigen Konzepte, die im ständigen Dialog zwischen Bauherrn und Ingenics entwickelt wurden. Im Ergebnis ist die neue Fabrik zu 100 Prozent industrieabwasserfrei; Produktionshallen und Nebenräume werden konsequent durch LED-Lampen beleuchtet. Der Energieverbrauch unterschreitet die gesetzlichen Vorgaben um 25 Prozent. Er wird im Übrigen durch ein eigenes Blockheizkraftwerk, eine Photovoltaik-Anlage auf dem teilweise begrünten Dach sowie Wärmerückgewinnungsanlagen gedeckt. Das Werk basiert demnach auf einem in sich geschlossenen Energie-Kreislauf. bw









