In Linz entsteht ein neues Verteilzentrum:

Vanderlande sortiert österreichische Post

Vanderlande Industries realisiert eine Sortier- und Förderanlage im neuen Verteilzentrum der Österreichischen Post AG. Das derzeitige Logistikzentrum am Linzer Hauptbahnhof wurde in den 1980er Jahren gebaut und entspricht - trotz zahlreicher Adaptierungen und Modernisierungen - nicht mehr den aktuellen Anforderungen eines zeitgemäßen Logistikunternehmens wie der Österreichischen Post. Außerdem reichen in Zeiten mit starkem Postaufkommen wie etwa zu Weihnachten die technischen Kapazitäten nicht mehr aus, da vor allem die Paketmengen von Deutschland nach Österreich über Linz Jahr für Jahr zunehmen.

Layout des neuen Verteilzentrums der österreichischen Post in Linz.

"Bereits zur Cemat 2008 haben wir erste Ideen für das neue Verteilzentrum Linz mit der Österreichischen Post AG diskutiert", erinnert sich Eric Fegers, Sales Engineer bei Vanderlande Industries in Mönchengladbach. "Die Verkehrsanbindung sowie die technischen Kapazitäten des bestehenden Standortes in der Linzer Innenstadt waren ausschlaggebend für die neue Standortplanung. Natürlich am besten auf grüner Wiese."

Mit Allhaming konnte nun ein geeigneter neuer Standort im Bezirk Linz-Land gefunden werden. Hier baut die Österreichische Post AG nun ein neues Verteilzentrum, das für die Bearbeitung von 1,6 Millionen Briefen und 100.000 Paketen pro Tag ausgelegt ist. Die Gesamtkosten betragen rund 50 Millionen Euro.

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Wesentlicher Bestandteil des neuen Logistikzentrums ist die automatische Sortier- und Förderanlage für Briefbehälter und Briefbunde, die von Vanderlande Industries geliefert wird. Für die Sortierung setzt Vanderlande den Posisorter ein, da neben den Briefbehältern auch Briefbunde - das sind umschnürte Stapel von Briefen, Zeitungen oder Katalogen - sortiert werden müssen.

Der Posisorter ist ein horizontal laufender Hochgeschwindigkeits-Sortierförderer mit breiten extrudierten Aluminium-Trägerelementen. Die Trägerelemente sind mit der Antriebskette des Förderers verbunden. Die aus hochwertigem Kunststoff gefertigten Abweisschuhe sind auf den Trägerelementen montiert. Über eine Weiche werden die Abweisschuhe unter einem Winkel von 30 Grad abgelenkt, gleiten über das Trägerelement und bewegen auf diese Weise das Fördergut schonend in den Zielausgang des Sorters. Die Anzahl der über die Weiche abgelenkten Abweisschuhe ist abhängig von der Länge des jeweils auszusortierenden Förderguts. Da sich Sortierausgänge an beiden Seiten des Sorters befinden, werden die Abweisschuhe in Abhängigkeit von der jeweiligen Abweisrichtung vorsortiert.

Bis zu 6.000 Behälter und Bunde pro Stunde können mit dem Sortierer bearbeitet werden. Die bewährte Technologie wurde bereits in mehreren Verteilzentren der Österreichischen Post AG erfolgreich eingesetzt. Der Spatenstich für das neue Logistikzentrum erfolgte Anfang August 2013. Der Vollbetrieb ist für September 2014 geplant. bw

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