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Artikel und Hintergründe zum Thema

HSM-Pressen

Verpackungskartonagen werden kleingemacht

In der Montageabteilung für Büro- und Sonderleuchten fertigen bei Zumtobel Lightning 200 Mitarbeiter rund 2.000 Leuchten am Tag. Die anfallenden Verpackungskartonagen von Zulieferteilen wurden bis 2012 in Palboxen gesammelt, einzeln ins Reststofflager transportiert und in einen Presscontainer gefüllt. Mit Ballenpressen verringern sich die Staplerfahrten drastisch.

Die HSM-V-Press 860 kommt bei Zumtobel gut an, weil aufgrund ihrer besonderen Presstechnik die Ballen auch ohne Palette oder auf ungenormten Paletten transportiert werden können. (Foto: HSM)

Die Zumtobel Lighting GmbH gehört zur Zumtobel Gruppe mit weltweit 7.456 Mitarbeitern und ist in über 70 Ländern vertreten. Unter dem Dach der Gruppe werden die drei Marken Zumtobel, Thorn und Tridonic geführt. Die Marke Zumtobel bedient über die Zusammenarbeit mit international führenden Lichtplanern, Designern und Architekten das Premiumsegment. In den kundenspezifischen Lichtlösungen steckt viel Entwicklungsleistung und - wie in der Montageabteilung für Büro- und Sonderleuchten - meist auch viel Handarbeit. In der Abteilung fertigen 200 Mitarbeiter rund 2000 Leuchten am Tag. Eine besondere Herausforderung sieht der Bereichsleiter, Robert Jehly, dabei im Stoffstrommanagement: "Bei uns am Standort Dornbirn fallen durch die Zulieferung von Leuchtenkomponenten im Jahr etwa 380 Tonnen Verpackungskartonagen zur Entsorgung an. Die wollen wir möglichst effizient in den Wiederverwertungskreislauf rückführen." Mit Sammeln allein ist das nicht getan.

Bis zur Anschaffung der beiden HSM Ballenpressen V-Press 860 L - die erste kam im Frühjahr 2012, die zweite Anfang 2013 - haben die Montagemitarbeiter die Altkartonagen in Palboxen gesammelt. Waren die Boxen, die jeweils rund 25 Kilogramm des Verpackungsmaterials fassen, gefüllt, wurden sie per Stapler ins Reststofflager transportiert und die Kartonagen bis zur Abholung durch den Entsorger in einem Presscontainer zwischengelagert. "Angesichts der anfallenden Kartonagenmenge hatten wir einen recht regen Staplerverkehr", meint Jehly. Heute werden die Kartonabfälle ohne Umwege, direkt vor Ort in der Montageabteilung verpresst. Die Mitarbeiter bringen sie in Kleingebinden statt zu Palboxen an zwei zentral positionierte Ballenpressen. Dort werden sie mit einer Presskraft von 532 Kilonewton zu kompakten Ballen mit einem Gewicht von etwa 450 Kilogramm verdichtet und erst dann per Stapler ins Lager gebracht. Waren früher 18 Lagerfahrten für diese Menge an Altkartonagen nötig, reicht jetzt eine. "Das ist nicht nur deutlich wirtschaftlicher", so Jehly, "sondern auch ein enormer Gewinn für die Sicherheit in der Abteilung. Wir sind froh über jede Staplerfahrt weniger."

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Nachhaltigkeit rechnet sich

Die Montageabteilung spart durch den Einsatz der Vertikal-Ballenpressen Staplerfahrten, Arbeitszeit, Lagerraum und Palboxen. Darüber hinaus wird Mehrerlös generiert. Denn anders als der Inhalt aus dem Presscontainer sind die drahtgebundenen Kartonagenballen bereits ideal aufbereiteter Wertstoff für die Papierfabrik. Die Ballen von Zumtobel gehen an die Papierfabrik Rondo-Ganahl, die - so schließt sich der Kreislauf - im Gegenzug das von Zumtobel benötigte Verpackungsmaterial liefert. Sie zahlt pro Tonne Altkartonage eine höhere Vergütung als vorab. Einfach, weil die verpressten Ballen ohne weiteren Zwischenschritt in die Wiederverwertung fließen können. "Unterm Strich", hat Jehly berechnet, "reduzieren wir unsere Kosten um mehr als 10.000 Euro pro Presse und Jahr." Die Investitionen in die beiden V-Press 860 L von HSM werden sich also schnell amortisieren. bw

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