Geschäftsjahr 2020

Andreas Mühlbauer,

Schaeffler schließt mit starkem vierten Quartal ab

Schaeffler hat seine Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2020 veröffentlicht. Die Coronavirus-Pandemie führte zu einem deutlichen Umsatzrückgang.

Schaeffler-Zentrale in Herzogenaurach. © Schaeffler

Der Umsatz der Schaeffler Gruppe lag bei 12,6 Mrd. Euro (Vorjahr: rund 14,4 Mrd. Euro). Währungsbereinigt sank der Umsatz um 10,4 Prozent. Von der negativen Entwicklung waren alle Sparten betroffen. Jedoch trat in der zweiten Jahreshälfte und insbesondere im vierten Quartal eine spürbare Verbesserung gegenüber dem 1. Halbjahr ein, zu der alle Sparten beigetragen haben. Von den vier Regionen konnte sich China am schnellsten erholen und schloss das Jahr auf währungsbereinigter Basis mit einem Umsatzplus von 8,7 Prozent ab. In den Regionen Americas, Europa und Asien/Pazifik war die Umsatzentwicklung rückläufig.

Die EBIT-Marge vor Sondereffekten lag trotz des Umsatzrückgangs bei 6,4 Prozent (Vorjahr: 8,1 Prozent). Hier zeigte sich, dass die initiierten Maßnahmen im Rahmen der Sparten-Programme sowie zusätzliche Kostenanpassungen wirken. Das den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnende Konzernergebnis betrug im Berichtszeitraum minus 424 Mio. Euro nach 428 Mio. Euro im Vorjahr. Das den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis vor Sondereffekten betrug 325 Mio. Euro (Vorjahr: 686 Mio. Euro).

Prognose für das Jahr 2021

Die Schaeffler Gruppe rechnet für das Geschäftsjahr 2021 mit einem deutlichen währungsbereinigten Umsatzwachstum um mehr als 7 Prozent. Der untere Grenzwert basiert auf einer konservativen Markteinschätzung für das globale Wachstum der Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen. Zugleich geht das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2021 davon aus, eine EBIT-Marge vor Sondereffekten in Höhe von 6 bis 8 Prozent zu erzielen.

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Der Konzern erwartet, dass die Sparte Automotive Technologies um 2 bis 5 Prozentpunkte stärker wächst als die globale Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen. Auf dieser Basis rechnet das Unternehmen für die Sparte Automotive Technologies mit einem positiven Umsatzwachstum sowie mit einer gegenüber dem Vorjahr leicht verbesserten EBIT-Marge in Höhe von über 4,5 Prozent.

Für die Sparte Automotive Aftermarket erwartet der Konzern im Geschäftsjahr 2021 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum um 5 bis 7 Prozent und eine gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufige EBIT-Marge in Höhe von über 11,5 Prozent. Für die Sparte Industrial geht das Unternehmen angesichts der Bandbreite der Einschätzungen davon aus, im Geschäftsjahr 2021 ein Umsatzwachstum um 4 bis 6 Prozent zu erzielen sowie eine hohe einstellige EBIT-Marge in Höhe von über 8,5 Prozent.

Dr. Klaus Patzak, Finanzvorstand der Schaeffler AG, sagt: „Wir blicken zuversichtlich auf das kommende Geschäftsjahr und gehen für unsere Märkte von einem relativ robusten Wachstum aus. Allerdings bleibt das wirtschaftliche Umfeld in Zeiten der Pandemie herausfordernd, mit dem Erreichen des Vorkrisenniveaus rechnen wir erst nach 2022. Unsere Prognose reflektiert das.“

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