Wirtschaft + Unternehmen

Festo-Online-Pressekonferenz: Integriert Automatisieren

Das Festo Headquarter in Esslingen.

In seiner Online-Pressekonferenz zur Hannover Messe 2013 am 22. März zeigte Automatisierungsspezialist Festo, welche Highlights die Besucher/innen auf dem Messestand der Esslinger erwarten dürfen: von einem Ausblick in eine vernetzte Produktion und wie Festo die Herausforderungen der Zukunft bereits heute im Rahmen der "Integrated Automation"-Aktivitäten angeht sowie den neuesten Erkenntnissen aus dem Bionic Learning Network des Herstellers. Aber auch urbane Wasserlösungen im Kontext Metropolitan Solutions wurden vorgestellt.

Passend zum Weltwassertag eröffnete Dipl.-Ing. Armin Müller die Veranstaltung mit einem Vortrag zum Thema "Perspektive Wasser - Lösungen für eine nachhaltige Stadtentwicklung". In Deutschland etwa, so der Leiter Process Application Management bei Festo, liegt der pro Kopf Verbrauch bei 120 Litern Wasser. In Hannover werden die Esslinger effiziente Automatisierungslösungen zeigen, die für eine nachhaltige Wasser- und Abwasserversorgung in Groß- und Megastädten sorgen. Anhand eines Beispiels aus Sankt Petersburg (Russland) erklärte Müller die Herausforderungen und Chancen für die Prozessautomation in der Wasserwirtschaft. Der Petersburger Wasserversorger Vodakanal versorgt 4,8 Millionen Menschen mit 1,9 Millionen Kubikmeter Trinkwasser.

Analog zum Thema der HMI 2013 "Integrated Industry" präsentierte Festo das Konzept der Integrated Automation. Ob Ventilinsel mit integrierter speicherprogrammierbarer Steuerung oder Vakuumgreifer inklusive Diagnosefunktion - schon heute finden sich in der Automatisierungstechnik bei Festo Funktionsintegration und zunehmende Intelligenz. Am Beispiel der Automatisierungsplattform CPX erklärte Dipl.-Ing Eberhard Klotz, Leiter Promotion Concepts Products and Technology, welche Rolle hierbei dezentrale Intelligenz schon heute spielt und wie sie weiter ausgebaut werden kann. Ebenfalls wichtig in diesem Zusammenhang sind selbstlernende Systeme, die heute schon verfügbar sind und die in Halle 15 auf dem Festo-Hauptstand gezeigt werden. Wo die Reise diesbezüglich hingeht zeigte Prof. Dr. Peter Post auf. Stichwort ist hier Industrie 4.0. Die Fabrik der Zukunft, wird ein lernendes und adaptives Produktionssystem darstellen, ist der Leiter Research and Programme Strategy bei Festo überzeugt. Mechatronische Systemintegration wird dabei zunehmend zum Thema - dabei geht es um ganzheitliche Integration von Komponenten und Lösungen. "Das ist eine Herkulesaufgabe, die wir hier zu lösen haben", verdeutlichte Post. Ganz wichtig sind hierbei Kommunikationstechnologien, dezentrale Intelligenz und Schnittstellenmanagement, aber auch die Mensch-Technik-Interaktion.

Last not least stellte Dr. Heinrich Frontzek, Leiter Corporate Communication Festo AG, neue Future Projects vor. Mit den Bionic und Future Concepts im Rahmen des Bionic Learning Network setzt Festo jedes Jahr auf der Hannover Messe neue Impulse für die Automatisierungstechnik - auch in diesem Jahr. Diesmal hat sich Festo vom Libellenflug inspirieren lassen und hat daraus den Bionic Opter entwickelt. Damit hat Festo die hochkomplexen Eigenschaften der Libelle in einem ultraleichten Flugobjekt technisch umgesetzt. Der Bionic Opter lässt sich einfach und intuitiv per Smartphone bedienen. Und Festo hat bei den Future Concepts mit einer weiteren Weltpremiere aufzuwarten: Frontzek verriet, dass die Esslinger sich mit der Supraleiter-Technologie beschäftigt haben und nun die Potenziale dieser Technologie für die Automatisierungstechnik thematisieren. Festo stellt in Hannover drei Exponate vor, die auf Basis dieser Technologie arbeiten: Supra Motion, ein supraleitendes Magnetlager für Linerarbewegungen, Supra Handling, für Positionieraufgaben sowie den Supra Picker, der dreidimensionales Handhaben ermöglicht. jg

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