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Festo: Für Zukunftspreis vorgeschlagen

Industrie und Wissenschaft kooperieren mit Erfolg: Die Nominierung des Bionischen Handling-Assistenten für den Deutschen Zukunftspreis 2010 steht beispielhaft für eine gelungene Zusammenarbeit von Industrieunternehmen, die Innovationen entwickeln, und der Wissenschaft, die neueste Technologien beisteuern. Mit diesem Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation werden seit 1997 jährlich Forscher und Entwickler ausgezeichnet, deren Erfindungen für einen Fortschritt stehen, der den Menschen dient, das Leben verbessert und Arbeitsplätze schafft.

Festo-Forscher Dr.Peter Post: Gefahrlose Assistenz.

Dr. Peter Post - Leiter der Forschung bei Festo und Projektsprecher des Entwicklungsteams - beschreibt den Bionischen Handling-Assistenten als "ein gegenüber marktgängigen Robotern völlig neues Assistenzsystem, das es Mensch und Maschine erstmals ermöglicht, gefahrlos und effizient in einem Team zusammen zu arbeiten. Im Falle einer Kollision kommt die natürliche Nachgiebigkeit zum Tragen: zum einen, weil der Assistent aus leichtgewichtigem Kunststoff und nicht aus schwerem Stahl oder Aluminium besteht. Zum anderen, weil er über Druckluft betrieben und von einer intelligenten Steuerung geregelt wird."


Die Innovation liegt in der einzigartigen Mensch-Maschine-Kooperation und der Nachgiebigkeit des Systems. Damit kann der Assistent in sehr vielen Bereichen eingesetzt werden und so Menschen in Situationen zur Hand gehen, in der Unterstützung notwendig ist. Denkbar sind daher Anwendungsgebiete im Bereich der Industrie, in der Landwirtschaft, im häuslichen Umfeld oder gar in der Pflege.

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"Bei diesem Projekt war der Elefantenrüssel das Vorbild. Dieser hat über 40.000 einzelne Muskelfasern und kann sich in jede Richtung frei bewegen. Das hat uns fasziniert und zu einem Handhabungssystem inspiriert, das viel weiter geht als das, was bisher in der Industrieautomatisierung vorhanden war," erklärt Markus Fischer, Leiter Corporate Design bei Festo. Er etablierte 2006 das Bionic Learning Network, in dem Unternehmen und Hochschulen gemeinsam technische Konzepte nach dem Vorbild der Natur realisieren.

Als Projekttreiber des Assistenten holte sich Festo Rat beim Fraunhofer-Institut für Automatisierung und Produktionstechnik IPA in Stuttgart. Andrzej Grzesiak vom Fraunhofer-Instituts brachte zum Assistenten zwei Lösungen ein: ¿Die Forschung und Entwicklung, einen Faltenbalg als Antrieb zu nutzen und die Technologie der Generativen Fertigung ist der Anteil des Fraunhofer IPA." Das Produkt-Design seitens Festo sowie das Design for Additive Manufacturing des IPA wurden dabei gemeinsam in den Bionischen Handling-Assistenten überführt. <i>bw<i>

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