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Maxon Motor: Schwieriges Jahr gut gemeistert
Trotz zurückhaltender Marktentwicklung, hoher Rohstoffpreise und dem starken Franken konnte Maxon den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr auf CHF 360.5 Mio. (+6.2%) steigern. Der Cashflow blieb mit CHF 36.9 Mio. praktisch unverändert. Im laufenden Jahr rechnet das Unternehmen mit gleichbleibenden Umsätzen.
"Wir haben in den vergangenen zehn Jahren den Umsatz auf CHF 360 Mio. verdoppelt", sagte Hauptaktionär Karl-Walter Braun anlässlich der Jahresmedienkonferenz. Nach wie vor mache der starke Franken dem Unternehmen zu schaffen. Demgegenüber sei bei den Magnetpreisen aus Seltenen Erden eine Entspannung eingetreten. Die Medizinaltechnik ist mittlerweile mit einem Anteil von 45% das umsatzstärkste Standbein der Gruppe, gefolgt von der Industrieautomation und -technik (rund 25%). "Erfreulich entwickelten sich die Bereiche Industrial Automation sowie die Luft- und Raumfahrttechnik. Die Projektepipeline ist voll und vielversprechend", so Braun.
Um mit dem Wachstum Schritt halten zu können, hat die Gruppe in den vergangenen drei Jahren rund CHF 35 Mio. in die Infrastruktur investiert. So ist in Ungarn eine neue Fabrik erworben, in Südkorea eine Produktionsstätte aufgebaut und in den USA das Headquarters um ein Musterbaugebäude erweitert worden; in Sexau steht eine neue Fertigungshalle für die Sondergetriebe vor der Vollendung.
Starke regionale Unterschiede
Nordamerika ist weiter gewachsen. Die Medizinaltechnik als treibende Kraft und Aerospace-Anwendungen legten deutlich zu. Auch in Europa konnte der Umsatz gesteigert werden, wobei sich der Norden stärker entwickelte als der unter der Schuldenkrise leidende Süden. Mit der Integration des langjährigen Vertriebspartners Kwapil & Co. werden die osteuropäischen Länder Ungarn, Polen, Tschechische Republik, Slowenien und Slowakei neu über Wien direkt betreut.
Asien entwickelte sich insgesamt positiv, jedoch mit deutlichen regionalen Unterschieden. Zu den Gewinnern gehörten Südkorea, Indien und China, das allerdings im Vergleich zu den Vorjahren ein deutlich moderateres Wachstum verzeichnete. Im für ausländische Anbieter traditionell schwierigen Markt Japan konnte maxon den Umsatz halten. Der Heimmarkt Schweiz zeigte sich äusserst robust und legte, dank der Medizinaltechnik und der industriellen Anwendungen, weiter zu.
Hohe Innovationskraft
"Fast jeden zehnten Franken aus unseren Umsatzerlösen stecken wir in die Entwicklung", sagte Braun. Wichtigste und grösste Aufgabe der beiden großen Entwicklungsstandorte Sachseln und Sexau war die erfolgreiche Lancierung der nächsten Generation DCX-Antriebe, eines völlig neuen Motoren- und Getriebe-Programms. Zur Herstellung der Motoren und Getriebe hat Maxon neue, flexible Produktionseinrichtungen entwickelt und produziert. "Komplett neu für uns und die gesamte Branche ist auch CTO (configure to order). Am Computer oder auf dem iPad können sich unsere Kunden einen Motor mit Getriebe und Encoder sowie Anschlusskabel aus einer Vielzahl von Möglichkeiten selbst zusammenbauen, so Braun. Binnen 11 Tagen wird der Motor mit allen Dokumenten zugestellt. In jedem konfigurierten Schritt sieht der Kunde die Preisentwicklung der Änderung.
Vorsichtiger Blick in die Zukunft
Personell ist die Gruppe moderat gewachsen. Gegenüber dem Vorjahr sind 58 neue Arbeitsstellen geschaffen worden. Heute beschäftigt die Gruppe insgesamt 2.077 Mitarbeitende. Die wichtigsten Absatzmärkte zeigen 2013 keine einheitliche Tendenz. Während in den USA interessante Projekte vorhanden seien und die künftige Wirtschaftsentwicklung eher positiv bewertet werde, stagniere Europa, ausgenommen der wichtige Absatzmarkt Deutschland. "In Asien zieht China wieder an. Südkorea läuft gut, während Japan schwierig bleibt", erklärte Braun. Aufgrund der unterschiedlichen Signale rechnet das Unternehmen für 2013 mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau. kf








