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Wirtschaft + Unternehmen

VDMA Ost: Gute Stimmung im Maschinenbau

Der ostdeutsche Maschinen- und Anlagenbau zeigt sich zur Jahresmitte stabil. Die Kapazitätsauslastung und Auftragsreichweite bewegten sich im zweiten Quartal 2013 auf einem konstant guten Niveau. Zudem bewerteten die meisten Unternehmen ihre Geschäftsaussichten positiv. Das ergab die aktuelle Konjunkturumfrage unter den 350 Mitgliedern des VDMA-Landesverbandes Ost in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Die Unternehmen konnten in den vergangenen drei Monaten ihre vorhandenen Kapazitäten zu 87,4 Prozent und damit etwas besser als zu Jahresbeginn auslasten. Dabei ergab sich ein sehr homogenes Bild in der Verteilung. In 93 von 100 Betrieben waren die Maschinen und Anlagen zu mindestens 70 Prozent ausgelastet - mehr als die Hälfte der Firmen verzeichnete eine überdurchschnittliche Auslastung. Ebenfalls solide war die Auftragsreichweite. Sie entsprach mit 4,5 Monaten exakt der des Vorquartals. Zudem war eine Aufwärtsentwicklung beim Auftragsbestand zu beobachten.

Exportchancen steigen

"Nach einem sehr guten Jahr 2012 befindet sich der ostdeutsche Maschinenbau derzeit in einer stabilen Seitwärtsbewegung. Dies ist dem üblichen Konjunkturzyklus, aber auch den Problemen auf verschiedenen Exportmärkten geschuldet", erklärt Reinhard Pätz, Geschäftsführer des VDMA Ost. Demnach hielten sich die Kunden in den vergangenen Monaten mit Investitionen zurück, verzögerten Auftragsentscheidungen und verschoben vereinbarte Projekte. "Vor allem die damit verbundenen Auftragsschwankungen und kurzfristigen Lieferzeitforderungen der Kunden stellen die Unternehmen vor Probleme", sagt Pätz.

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Neben bekannten Herausforderungen wie Fachkräfteengpass, Wettbewerbs-, Preisund Kostendruck sowie steigenden Material-, Energie- und Rohstoffkosten müssen sich die Unternehmen auch mit betriebsinternen Schwierigkeiten auseinandersetzen. So versuchen vermehrt Firmen, im Ausland neue Märkte zu erschließen. "Das ist zwar mit dem Aufbau neuer Vertriebsstrukturen und zusätzlichen Kosten verbunden, wird aber die einzige Chance für mittel- und langfristiges Wachstum sein", betont Pätz. Daher unterstütze der VDMA umfassend Unternehmen, die im Ausland aktiv werden wollen.

Zuversichtlicher Blick in die Zukunft

Während derzeit die Nachfrage aus dem Inland und dem Euro-Raum vergleichsweise schwach ist, ziehen die Absätze in Ländern wie China und den USA sowie in Südamerika wieder an. Entsprechend optimistisch schauen viele Unternehmen auf die kommenden Monate. Knapp 86 Prozent der Befragten gehen im dritten Quartal 2013 von gleichbleibenden oder besseren Geschäften aus. Erneut gestiegen ist dabei der Anteil der Firmen, die mit einer positiven Entwicklung rechnen.

Das Hochwasser hatte indes keine flächendeckenden Auswirkungen auf die Produktions- und Betriebsabläufe. "Von den Folgen sind glücklicherweise verhältnismäßig wenige Unternehmen betroffen. Diesen bieten wir jedoch eine schnelle Hilfe an und beraten sie unter anderem zu den Themen Steuern, Recht und Versicherung", so Pätz. kf

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