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Marmaray-Projekt: ThyssenKrupp Elevator erhält Großauftrag in der Türkei

Es ist die Umsetzung einer langgehegten, städtebaulichen Vision und ein Mammutprojekt: In der 14-Millionen-Einwohner-Metropole Istanbul im Nordwesten der Türkei verbindet demnächst ein 13,6 Kilometer langer Eisenbahntunnel die beiden Kontinente Europa und Asien miteinander - quer durch die Bosporus-Meerenge.

Das "Marmaray"-Projekt umfasst darüber hinaus den mehrgleisigen Ausbau von 63 Kilometern bestehender Bahnstrecke wie auch die Errichtung von 36 Stadtbahnhöfen. Für diesen Bauabschnitt liefert Thyssen Krupp Elevator insgesamt 191 Aufzüge sowie 155 Fahrtreppen und ist damit einer der wichtigsten Partner für das gigantische Infrastrukturprojekt. Auftraggeber ist ein spanisches Joint Venture bestehend aus Obrascón Huarte Lain (OHL) und Invensys Rail Dimetronic.

Die 346 Personenbeförderungsanlagen - darunter zahlreiche Panorama-Aufzüge - garantieren den Fahrgästen nach eigenen Angaben besonderen Komfort und höchste Sicherheit. Einsatzgebiete werden neben den Bahnhöfen auch verschiedene Fußgängerüberführungen und Verwaltungsgebäude sein. Die Fahrtreppen erfüllen höchste Anforderungen in Sachen Robustheit und Zuverlässigkeit: In schwerer Verkehrsausführung halten sie auch besonderen Belastungen, stärkster Frequentierung und extremer Witterung stand und garantieren ein Plus in Sachen Verfügbarkeit - egal, ob im Innen- oder im Außenbereich.

"Der Auftrag ist ein weiterer Beleg für die Expertise von ThyssenKrupp bei Infrastruktur- und Mobilitätslösungen im Rahmen von technologisch anspruchsvollen Großprojekten", so Ercan Keles, Mitglied des Vorstands und Chief Financial Officer der Business Area Elevator Technology sowie Vorsitzender des Aufsichtsrats der türkischen ThyssenKrupp Asansör. "Gleichzeitig dokumentiert das Projekt unser Verständnisfür die Bedürfnisse der Kunden auf dem türkischen Markt und unterstreicht das Engagement des Konzerns in dieser strategisch wichtigen Wachstumsregion."

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Schon Ende Oktober, zum 90. Jahrestag der Gründung der Republik Türkei, soll der Tunnel in Betrieb gehen und den stark gestiegenen Innenstadtverkehr spürbar entlasten. Die Anbindung und Fertigstellung der Ausbaustrecke einschließlich der Haltepunkte erfolgt bis 2015. Dann werden voraussichtlich täglich rund 1,5 Millionen Fahrgäste in mehr als 400 modernen S-Bahn-Zügen zwischen den Vorstädten Halkal¿ im Westen beziehungsweise Gebze im Osten und dem Istanbuler Stadtzentrum pendeln. Als Gesamtfahrzeit für die 76,6 Kilometer lange Verbindung sind 104 Minuten vorgesehen - circa 80 Minuten weniger als heute mit dem Umstieg auf eine der Bosporus-Fähren. kf

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