ifo Geschäftsklimaindex

Melanie Steinbeck,

Deutsche Wirtschaft hofft auf Entspannung

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juni 2026 leicht verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex, ermittelt vom ifo Institut, stieg saisonbereinigt auf 85,6 Punkte nach 85,0 Punkten im Mai. Die Unternehmen bewerten ihre aktuelle Lage etwas positiver als im Vormonat, zugleich fallen ihre Erwartungen weniger pessimistisch aus. Insgesamt berichten die Firmen von einem geringeren Maß an Unsicherheit und verbinden damit vorsichtige Hoffnungen auf eine Entspannung der weltpolitischen Rahmenbedingungen.

© Kalyakan/adobe.stock

Im Verarbeitenden Gewerbe zeigt sich eine leichte Verbesserung des Geschäftsklimas, die vor allem auf optimistischere Erwartungen zurückzuführen ist. Die aktuelle Lage wird dagegen minimal schwächer beurteilt als zuvor, und auch die Auftragslage bleibt angespannt: Die Zahl der Neuaufträge ging erneut zurück.

Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima ebenfalls verbessert. Besonders die laufenden Geschäfte werden deutlich positiver eingeschätzt als noch im Vormonat. Die Erwartungen bleiben hingegen nahezu unverändert und weiterhin von Skepsis geprägt. Innerhalb des Sektors entwickelt sich der Bereich Transport und Logistik weiter stabilisierend, während die Lage im Tourismus unverändert schwierig bleibt.

Auch im Handel setzt sich der vorsichtige Aufwärtstrend fort. Die Händler zeigen sich zufriedener mit der aktuellen Geschäftslage, gleichzeitig ziehen die Erwartungen spürbar an. Dennoch bleibt die Branche deutlich unter dem Niveau früherer Jahre, der Weg aus der konjunkturellen Schwächephase ist noch nicht abgeschlossen.

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Im Bauhauptgewerbe verbessert sich das Geschäftsklima ebenfalls. Ausschlaggebend sind hier weniger pessimistische Erwartungen, während die Einschätzung der aktuellen Lage unverändert bleibt. Viele Unternehmen berichten weiterhin von fehlenden Aufträgen.

In der Summe zeigt sich damit ein vertrautes Muster der vergangenen Monate: keine klare Trendwende, aber eine leichte Stabilisierung auf niedrigem Niveau. Der Gesamtindex bleibt deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt und signalisiert eine weiterhin fragile konjunkturelle Lage in Deutschland.

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