Bauantrag für Werkserweiterung eingereicht

Melanie Steinbeck,

Hummel investiert 35 Millionen Euro in den Standort Denzlingen

Die Hummel AG treibt die Erweiterung ihres Stammwerks in Denzlingen voran. Nach Abschluss der Planungsphase hat das Unternehmen nun den Bauantrag für das Vorhaben eingereicht. Insgesamt sollen rund 35 Millionen Euro in den Ausbau des Standorts fließen.

Die Hummel-Werkserweiterung am Stammsitz Denzlingen umfasst zwei Neubauten sowie die Ausrüstung des Gesamtwerks mit einer hochmodernen Betriebsstoffrückgewinnung und -aufbereitung. © Hummel AG

Das Projekt umfasst zwei Neubauten sowie die Modernisierung des Gesamtwerks durch eine hochmoderne Anlage zur Betriebsstoffrückgewinnung und -aufbereitung. Mit ihrer Hilfe soll das für die Metallverarbeitung benötigte Schmier- und Kühlöl aus der Abluft zurückgewonnen und wieder aufbereitet werden. Nach Angaben des Unternehmens können dadurch jährlich rund 1.000 Liter Schmieröl eingespart werden.

Produktion wird in Denzlingen gebündelt

Ein zentraler Bestandteil des Bauprojekts ist die Errichtung einer neuen Werkshalle. Dort soll nach der geplanten Fertigstellung im Jahr 2027 eine neue Anlage für die galvanische Vernickelung installiert werden. Die Anlage ist mit Systemen zur ressourcenschonenden Wärme- und Abwasserrückgewinnung ausgestattet.

Zugleich plant Hummel, die bislang in Waldkirch angesiedelten Bereiche Dreherei und Fräserei nach Denzlingen zu verlagern. Die Produktion soll damit an einem modernen Standort gebündelt und zentralisiert werden.

Für die insgesamt 6.500 Quadratmeter umfassenden Erweiterungsbauten ist der Baustart für August 2026 vorgesehen.

Fokus auf Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit

„Mit der Einreichung des Bauantrags machen wir den nächsten Schritt, um die Produktionsinfrastruktur am Stammsitz Denzlingen nachhaltig zu entwickeln und auf den neuesten Stand zu bringen“, erklärt Markus Biller, Projektleiter der Hummel AG.

Anzeige

Das Unternehmen verbindet die Investition nicht nur mit technischen und organisatorischen Verbesserungen, sondern auch mit langfristigen wirtschaftlichen Zielen. „Unser Investitionsvorhaben sichert nachhaltig Arbeitsplätze am Standort Deutschland und leistet einen wertvollen Beitrag für die regionale Wirtschaft. Damit steigern wir unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit und fördern das angestrebte internationale Wachstum unseres Unternehmens“, ergänzt Patrick Kemper, COO/CFO der Hummel AG.

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Editorial

Integration meets Reality

OT meets IT – beide Welten sollen zusammenwachsen, Daten sollen fließen, die Produktion soll smart werden. Doch die industrielle Realität bleibt oft hartnäckig widersprüchlich: technisch längst vernetzt, organisatorisch weiterhin getrennt.

mehr...
Anzeige
Anzeige

Siemens

Markus Grabmeier wird CEO Electrical Products

Siemens hat Markus Grabmeier zum 1. Juni 2026 zum CEO der Business Unit Electrical Products (EP) bei Smart Infrastructure ernannt. Er folgt auf Andreas Matthé, der das Geschäft seit 2010 führte und Ende September 2026 in den Ruhestand geht.

mehr...
Anzeige

Interview

Mobile Energie neu denken

Elektrifizierung, Batteriespeicher und intelligentes Energiemanagement verändern Industrie und Baustellen. Lukas Krüger, Produktspezialist Batteriespeichersysteme bei Bredenoord, spricht im Interview über Trends, Technologien und die mobile...

mehr...

3D-Druck

Stratasys übernimmt MarkForged

Stratasys übernimmt MarkForged von Nano Dimension für 42,5 Millionen US-Dollar und erweitert damit gezielt sein Portfolio im Bereich faserverstärkter Verbundwerkstoffe. Mit der Akquisition stärkt das Unternehmen zugleich seine Software- und...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren