Wirtschaft + Unternehmen
Berkenhoff: Rennwagen entsteht in Gemeinschaftsarbeit
Das Projekt "Highspeed Karlsruhe" besteht aus 50 Studierenden, die im Rahmen ihres Studiums ihr Wissen in die Praxis umsetzen und gleichzeitig Kontakte zu Unternehmen knüpfen für spätere Berufswege. Ihre Aufgabe ist es, einen Rennwagen-Prototypen herzustellen, der für die Produktion in einer Kleinserie geeignet wäre. "Die Kombination aus Konstruktion, Planung und Fertigung ist für uns eine große Motivation", sagt Marc Schieß, Teamleiter "Frame and Bodywork". "Denn damit haben wir die Chance, unser theoretisches Wissens anzuwenden und interessanter für Unternehmen zu werden."
Anfang August können die Stundenten dann beweisen, wie gut ihre Konzepte tatsächlich sind. Dann tritt das Team bei der Formula Student Germany an, einem Konstruktionswettbewerb für Studenten aus allen Teilen der Welt. Auf dem Hockenheimring zeigen die Experten aus Motorsport, Auto- und Zulieferindustrie ihre Wagen und treten im Rennen gegeneinander an.
Nicht nur die Konstruktionsphase ist für die Studenten nervenaufreibend. Vor allem geht es darum, Kontakte zum Mittelstand zu knüpfen. Sie brauchen Unternehmen, die sie mit ihren Produkten unterstützen, aber auch Sponsoren. Dafür ist das Team auf vielen Messen und Veranstaltungen mit ihren Rennwagen vertreten und immer auf der Suche nach neuen Industriepartnern. Am Beispiel des Unternehmens Berkenhoff, das Erodierdrähte herstellt, erklärt Marc Schieß die Arbeit mit den Firmen. "Wir haben Berkenhoff das Projekt vorgestellt und konnten sie für unser Vorhaben begeistern, sodass sie uns Erodierdraht für die Fertigung unserer Teile zur Verfügung stellen", sagt er.
Für das Anwerben von Kooperationspartnern haben die Studenten einen Sponsoring-Verantwortlichen, der nun fast ausschließlich mit Unternehmen telefoniert. "Wir haben bestimmt 50 Unternehmen angeworben", sagt Schieß, "Die wissen nun wer wir sind und was wir können". Im normalen Uni-Alltag stehen die Studenten nie vor solch handfesten Aufgaben aus der Realität. "Der direkte Kontakt mit dem Mittelstand ist für uns extrem wichtig", bemerkt Marc Schieß. "Da geht es auch um unsere berufliche Zukunft, und wir dürfen keine Fehler machen."
Das Rollout der Rennwagen findet am 01. Juni statt.
Der aktuelle Stand des Projekts kann hier verfolgt werden. lg








