All about Automation-Leitung im Interview

Schaufenster konkreter Lösungen

Eine Messe jagt die andere: Der Kalender 2014 für die Automatisierungsbranche ist gut gefüllt. Tanja Waglöhner, geschäftsführende Gesellschafterin, und Joseph Rath, Chairman des Messespezialisten Untitled Exhibitions, warten mit einem neuen Konzept auf. Im Gespräch mit ihnen erfuhr SCOPE-Chefredakteur Hajo Stotz, worin sich die All About Automation von anderen Messen unterscheidet.

SCOPE: Die Automatisierungsszene ist nicht gerade arm an Messen: Das Thema wird von großen Veranstaltungen wie Hannover Messe, SPS bis hin zu Motek und Automatica bereits dicht abgedeckt. Wo sehen Sie den Vorteil für Ihr Konzept?

Waglöhner: Dieses Konzept konkurriert nicht mit internationalen Messen. Die All About Automation zeichnet sich durch ihren regionalen Charakter, die Fokussierung auf bewährte Produkte und die Konzentration auf die Vertriebsunterstützung aus. Das Konzept spiegelt sich auch im geringen finanziellen und organisatorischen Aufwand. Die Standgestaltung ist standardisiert, Zusatzleistungen sind inkludiert, für Bewirtung ist gesorgt. Der Außendienstler soll in kurzer Zeit, bei überschaubarem Budget, möglichst viele Kontakte zu seinem persönlichen Kunden- und Interessentenkreis bekommen.

SCOPE: Auf der anderen Seite verfolgen das Konzept der regionalen All-Inklusiv-Messen ebenfalls bereits Messen und Messegesellschaften, wie - nur stellvertretend für viele andere - die Messegesellschaft Meorga mit ihren MSR und Prozessleittechnik-Veranstaltungen, oder der Automatisierungstreff in Stuttgart, die Zuliefermesse FMB in der Region OWL, sowie zunehmend auch Veranstaltungen von Verlagen. Spüren Sie neben diesen vielen regionalen Veranstaltungen noch weiteren Bedarf im Markt?

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Rath: Sieht man sich Themen und Formate genau an, so ist nicht alles vergleichbar. Die All About Automation ist ein Schaufenster konkreter Lösungen und etablierter Produkte für alle industriellen Automatisierungsanwender einer Region. Bei einem Einzugsgebiet von 1,5 Fahrstunden gibt es spannende Regionen, deren Automatisierungsanwender bisher noch nicht die Möglichkeit haben, auf eine regionale Messe zu fahren. Der Besuch der internationalen Leitmesse ist oftmals mit hohem Aufwand an Zeit und damit Kosten verbunden. Das können sich nur wenige Personen pro Unternehmen leisten und einrichten.

SCOPE: Wen sprechen Ihre Messen besucherseitig an?

Waglöhner: Die industriellen Automatisierungsanwender, Integratoren und Ingenieurbüros aus der jeweiligen Region. Über alle produzierenden und verarbeitenden Industrien hinweg. Hier reden wir in erster Linie über den Konstrukteur, Entwicklungsingenieur, Spezialist, Techniker und den technischen Einkäufer. Die Person also, die im Unternehmen die Anwendung definiert, umsetzt und mit dem regionalen Vertriebsingenieur die Lösung entwickelt. Die Person, die mit der Skizze für eine Lösung im Kopf, auf dem Papier oder dem Tablet zur Messe kommt und sich intensiv mit seinem Ansprechpartner beim Lösungsanbieter austauschen will.

SCOPE: Und ausstellerseitig?

Rath: Angesprochen ist jeder, dem die Kundenbetreuung und Ansprache neuer Kontakte direkt in der Region wichtig ist. Das sind Komponenten- und Systemanbieter, Systemintegratoren und auch die regionalen Händler. Wenn ein Hersteller ein Regionalbüro in der jeweiligen Region unterhält, sollte er auf jeden Fall auf der All About Automation vertreten sein. Seine Kunden und Interessenten erwarten ihn auf diesem regionalen Schauplatz.

SCOPE: Haben Sie bereits Feed-Back der potentiellen Aussteller?

Rath: Die Messeplanungen für 2014 auf Ausstellerseite laufen jetzt. Man kennt uns, redet mit uns und entscheidet sich für uns. Manche sind in ihren Prozessen schneller, manche geben die Budgets erst Ende des Jahres frei.

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