Auf der Jagd nach den großen Kometen

Landung auf dem Brocken

Die europäische Raumsonde Rosetta hat nach einer mehr als zehnjährigen Reise durchs All den Kometen Tschury erreicht. Zum ersten Mal in der Geschichte der Raumfahrt wird in drei Monaten eine Landeeinheit auf dem vier Kilometer großen Brocken aufsetzen. Maxon DC-Motoren sind Teil dieser Pionierleistung.

Der Lander Philae soll im November auf dem Kometen 67P aufsetzen. (Fotos: ESA/Rosetta/NAVCAM)

Am 6. August war es soweit: Die Raumsonde Rosetta erreichte nach einer mehr als zehnjährigen Reise den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko - kurz Tschury. Die Verantwortlichen bei der Europäischen Weltraumorganisation ESA hüpften vor Freude. Zum ersten Mal in der Geschichte der Raumfahrt trifft eine Sonde auf einen Kometen, um diesen nun zu umkreisen, zu kartografieren und verschiedene Daten zu sammeln. Und schon die ersten Bilder liefern erstaunliche Erkenntnisse: Der vier Kilometer große Tschury ist nicht etwa rund oder oval, sondern sieht aus, als würden zwei Brocken lose zusammenkleben. Auch die Oberfläche des Kometen ist mit minus 70 Grad Celsius viel wärmer als erwartet und laut ersten Informationen von einer schwarzen Staubschicht bedeckt.

Rosetta wird sich jetzt Stück für Stück dem Kometen nähern, bis nur noch eine Distanz von zehn Kilometern dazwischenliegt. Mitte November 2014 folgt der schwierigste Teil: Der Lander Philae soll auf Tschury aufsetzen. Es wird die erste kontrollierte Landung auf einem Kometen sein. Eine echte Pionierleistung - und Maxon Motor ist mit einem DC-Motor an Bord dabei. Nicht zum ersten Mal ist die Mikro-Antriebe aus der Schweiz bei Weltraum-Missionen die Wahl gefallen. Auch im Frachtraumschiff Dragon von SpaceX, das Material zur ISS-Station bringt, befinden sich maxon Motoren. Und natürlich in den Mars-Rovern, die seit Jahren über den Roten Planeten touren. bw

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