Endress+Hauser stockt Anteil weiter auf
Analytic Jena verlässt die Börse
Die Analytik Jena AG will sich vom regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse zurückziehen. Der Aufsichtsrat des Unternehmens stimmte einem entsprechenden Beschluss des Vorstands zu. Zugleich kündigte Hauptaktionär Endress+Hauser an, zum 1. Oktober 2014 seine Optionen zum Erwerb weiterer Aktien auszuüben.
Der Messtechnik-Spezialist wird dadurch seinen Anteil an Analytik Jena auf 82,22 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte ausbauen.
Bereits im Pflichtangebot vom 31. Oktober 2013 hatte Endress+Hauser angekündigt, ein Delisting anzustreben. "Unser Ziel ist nach wie vor, Analytik Jena vollständig zu übernehmen", betonte Matthias Altendorf, Chef der Endress+Hauser Gruppe und designiertes Mitglied des Aufsichtsrats der Analytik Jena AG.
Der Rückzug vom regulierten Markt werde den Verwaltungs- und Kostenaufwand bei Analytik Jena deutlich verringern, etwa durch das Entfallen umfassender Publikations- und Berichtspflichten, heißt es aus Jena. Aus Sicht des Vorstands von Analytik Jena ergeben sich aus der Börsennotierung keine signifikanten Vorteile für die Gesellschaft mehr; insbesondere sei die Gesellschaft aufgrund der gesicherten Finanzierung durch ihren nicht börsennotierten Großaktionär Endress+Hauser nicht auf die Möglichkeit der Kapitalaufnahme an der Börse angewiesen.
Um die Rechte der Kleinaktionäre zu wahren, wird der Widerruf der Zulassung an der Frankfurter Börse erst sechs Monate nach seiner Veröffentlichung wirksam werden. Nicht berührt von einem Delisting sind die derzeit bestehenden Freihandels-Notierungen an den Börsen in Stuttgart, München, Hannover, Düsseldorf, Berlin/Bremen und Hamburg.
Endress+Hauser übt Optionen aus
Endress+Hauser erklärte zudem, zum 1. Oktober 2014 den im November vergangenen Jahres mit den beiden verbliebenen Großaktionären geschlossenen Optionsvertrag auszuüben. Die Thüringer Industriebeteiligungs-GmbH & Co. KG sowie der Analytik-Jena-Vorstandsvorsitzende Klaus Berka werden ihre Anteile - zusammen 27,56 Prozent - an die Endress+Hauser (Deutschland) AG + Co. KG verkaufen. Dadurch wird sich die Beteiligung von Endress+Hauser auf 82,22 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte erhöhen. kf










