Transatlantischer Segelwettbewerb

Aus Thermoplasten 3D-gedrucktes Segelboot

Für ein transatlantisches Segelrennen haben italienische Bootsbauer eine aus Thermoplasten im 3D-Druck hergestellte Yacht entworfen und gebaut. Die Materialien für den Druck entwickelte und lieferte die Lehvoss Group.

Die erste 3D-gedruckten Yacht Mini 650.

Livrea Yacht ist das ehrgeizige Projekt der italienischen Bootsbauer, Francesco Belvisi und Daniele Cevola, Gewinner des italienischen National Innovation Award 2017. Seit 2014 arbeiten sie am Design und dem Bau der ersten 3D-gedruckten Yacht, der Mini 650, für den Minitransat, einem bekannten transatlantischen Segelwettbewerb von Europa nach Südamerika, der 2019 wieder ausgetragen wird. Die gesamte Simulation und Prüfung wird von Livrea durchgeführt, unterstützt von Ingenieuren mit Erfahrungen aus dem America‘s Cup und dem Volvo Ocean Race. Der Bootsbau erfolgt durch das NautiLab-Team.

Maßgeschneiderte 3D-Druckmaterialien

Parallel zu dem Yachtproject haben die zwei Unternehmer die Entwicklung einer speziellen 3D-Direktextrusionstechnik mit Ihrer Firma Ocore vorangetrieben. Diese liefert die benötigte Bauteilqualität. Neben der Verbesserung der Druckhardware - Roboter, Extruder und Druckdüse – haben sie eine neue Materialablagetechnik patentiert.

Die Lehvoss Group mit Ihrer Muttergesellschaft Lehmann & Voss & Co. in Hamburg unterstützt den Entwicklungsprozess und hat zusätzlich maßgeschneiderte 3D-Druckmaterialien, abgestimmt auf den Prozess und die Anwendung, entwickelt. Diese Materialien, mit dem Handelsnamen Luvocom 3F, basieren auf thermoplastischen Polymeren, wie Hochleistungs-Polyamiden und PEEK. Um die gewünschten mechanischen Eigenschaften zu erreichen, sind sie mit Kohlenstofffasern verstärkt. Zusätzlich sind die Materialien auf erhöhte Drucklagenfestigkeit und Verzugsfreiheit optimiert. Dies führt zu deutlich festeren, haltbareren, präziseren und gleichzeitig leichteren Bauteilen.

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Technologie in die Serienfertigung übertragen

„Wir sind sehr erfreut, die Lehvoss Group als bekannten globalen Hersteller von maßgeschneiderten Materialien für dieses Projekt an Bord zu haben. Das Sponsorship, die zusätzliche Unterstützung und Erfahrung mit spezialisierten Materialien für unsere Technologie hilft sehr, unser Projekt voranzutreiben. Parallel dazu können wir diese Technologie nun auch in andere Industrien für Serienanwendungen übertragen“ sagt Daniele Cevola, Geschäftsführer von Ocore.

„Das Boot wird dank der leichten und festen 3D-gedruckten Bauteile  sehr wettbewerbsfähig sein. Der 3D-Druck reduziert die Bauzeit für das Boot deutlich und macht es zudem günstiger. Wir freuen uns nicht nur auf das erste 3D-gedruckte Boot, sondern auch darauf, den Wettbewerb 2019 zu gewinnen“, ergänzt Francesco Belvisi, CTO von Ocore. am

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