Projektforum MAI Carbon

CFK schneller und günstiger verarbeiten

Ende Oktober 2015 fand in Augsburg das jährliche Projektforum des Spitzenclusters MAI Carbon statt. Rund 120 Fachbesucher verfolgten die Fortschritte, die in den verschiedenen Projekten rund um das Thema CFK-Serienfertigung präsentiert wurden.

Premium Aerotec fertigt in Augsburg die CFK-Rumpfschale des A350 XWB.

So entstanden im Cluster innerhalb der letzten drei Jahre Verfahren, welche Zykluszeiten unter 60 Sekunden pro Bauteil zulassen und dennoch höchsten mechanischen Ansprüchen genügen.

Ebenso wurde gezeigt, an welcher Stelle die Produktionskosten reduziert werden konnten und an welchen Stellen noch Forschungsbedarf besteht. So gelinge es mittlerweile, wie am Beispiel von diversen Demonstratoren gezeigt wurde, die Produktionskosten deutlich zu senken – teilweise um bis zu 90 Prozent. "Voraussetzung für die Reduktion von Produktionskosten sind unter anderem auch zusätzlich sinkende Materialkosten, eine Verringerung des Ausschusses und die Erhöhung der Recyclingquote", stellt Denny Schüppel fest, im Spitzencluster von MAI Carbon zuständig für das Monitoring und die Evaluation der einzelnen Verbundvorhaben.

Die bereits abgeschlossenen Projekte MAI Q-fast und MAI Skelett konnten unter Beweis stellen, dass CFK sowohl wirtschaftlich sinnvoll sein kann, als auch dass es bereits Anwendungen für Sekundärfasern gibt. Die im Sommer 2015 ausgelaufenen Leitprojekte MAI Plast, MAI Design und MAI Recycling beschäftigten sich, wie der Name andeutet, mit der durchgängigen Schaffung einer Thermoplastischen Prozesskette und dem ganzheitlichen (Struktur-, Aushärte-, Infiltration- und Umform-) Simulationsdesign, mit dem Leichtbaugrade der Anwendung erhöht werden können. Im Bereich Recycling konnten gezielt Möglichkeiten von End-of-Life-Anwendungen aufgezeigt werden. Ein weiteres abgeschlossenes Vorhaben – MAI Speed – zeigte unter anderem, dass RTM-Zeiten von 60 Sekunden durchaus realistisch sind. MAI Enviro als Querschnittsprojekt untersuchte die Standardprozessrouten und eine vielversprechende innovative Prozessführung hinsichtlich des ökobilanziellen Impacts. Alle anderen Vorhaben befinden sich noch in der Projektlaufzeit und sollen bis 2017 weiterhin dazu beitragen, dass CFK großserientauglich wird. cs

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