Leichtbau

Andreas Mühlbauer,

Material und Gewicht bei Maschinenteilen einsparen

Wenn im Maschinenbau und Sondermaschinenbau der CAD-Entwurf gezeichnet ist, steht bald auch die Beschaffung der Blechteile aus Stahl und Aluminium an. Oft sind kleine bis mittelgroße Stückzahlen gefragt. Dabei denken immer mehr Konstrukteure an Leichtbauweise, denn damit lassen sich unter anderem Material, Gewicht und Kosten einsparen.

Wird das Papier mehrmals gefaltet, lässt sich eine genügend hohe Stabilität erreichen, dass es eine Kaffeetasse tragen kann. Nach diesem Leichtbauprinzip kann auch die Stabilität von Blech erhöht werden. © Blexon

Wenn es um Alternativen zu Fräs- und Gussteilen geht, kommt Blexon ins Spiel. Das Unternehmen mit Fertigungspartnern in der Schweiz und Deutschland bietet individuelle Blechteilfertigung und die direkte Onlinebestellung im Blexon-Blechportal. Dort können Konstrukteure ihre Leichtbauteile direkt bepreisen lassen und erhalten sofort ein verbindliches Angebot mit Liefertermin.

Die Herausforderungen, vor denen Konstrukteure heute stehen, sind auf technologischer Seite vielfältig. Aber auch Klimaerwärmung, Ressourcenschonung und Senkung von Kohlendioxidemissionen gilt es beim Design der neuen Maschine oder Anlage im Blick zu behalten. Die Lösung heißt Leichtbau. Die Leichtbauweise vereint ökologische und ökonomische Vorteile. Damit zielen Konstrukteure auf eine maximale Gewichtseinsparung ab. Denn durch den optimalen Materialeinsatz lassen sich Ressourcen und Energie einsparen. Es wird nur so viel Material verwendet, wie wirklich notwendig ist. Das zieht sich durch die gesamte Maschinen- oder Anlagenkonstruktion. So benötigt eine im Leichtbau gefertigte bewegte Einheit ebenso nur leichtere Motoren oder Aktuatoren. Das spart weiter Material und Energie bei der Nutzung der Maschine oder Anlage.

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Im Gegensatz zu herkömmlichen, schweren und energiehungrigen Guss- und Frästeilen ist der Metall- und besonders Blechleichtbau ein besonders effektiver Hebel, um Umwelt- und Klimaschutz im Maschinen- und Anlagenbau noch weiter zu etablieren. Weniger Masse und Material haben einen direkten Einfluss auf die Verringerung des CO2-Ausstoßes, womit der Leichtbau einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leistet.

Zeit, Ressourcen und Kosten sparen

„Wir helfen Konstrukteuren und Entwicklern, mit unserem Blechportal Kosten und Gewicht zu sparen“, sagt Bruno Kaelin, Vorstand von Blexon. „Die Digitalisierung, besonders computerunterstütztes Design, beeinflusst den Leichtbau seit Jahren. Es lag daher nahe, die Überprüfung der Machbarkeit von digitalen Designs und den Bestellprozess ebenfalls zu automatisieren.“ Das ermöglicht Blexon mit seinem Blechportal nun allen Leichtbauinteressierten. „Es hat noch weiteren Charme“, fährt Ingenieur Kaelin fort. „Bei Anpassungen am Bauteil sind die Herstellung und die damit einhergehenden Lieferzeiten und Kosten der Version Zwei dramatisch wirtschaftlicher, besonders im Vergleich zu Gussteilen. Denn der zeit- und kostenintensivere Prozess des Formenbaus entfällt einfach.“

„Im Gegensatz zu gegossenen und gefrästen Maschinenteilen sind leichte Maschinenbauteile aus Blech, wie wir sie für unsere Kunden über das Blechportal fertigen, deutlich flexibler bei der Anwendung“, weiß Vorstand Kaelin. „Denn selbst für marginale Änderungen bei Gussteilen braucht man sofort wieder eine aufwändig gefertigte Form. Das ist, besonders im Prototypenbau und bei kleinen Losgrößen, zu zeitintensiv und nicht zuletzt auch sehr teuer. Blechteile von Blexon hingegen sind schnell gefertigt und kostengünstig.“

Aber auch für Losgrößen größer als eins hat Blexon eine Lösung parat. „Kalkulieren in unserem Portal lohnt sich eigentlich immer“, sagt Blechprofi Kaelin. „Denn wir haben stückzahlabhängige Preismodelle mit unseren Lieferanten vereinbart, die wir eins zu eins an unsere Kunden weitergeben. Dadurch werden auch kleine bis mittelgroße Serien für Konstrukteure und Entwickler attraktiv.“ Einzig bei wirklich massiven Bestellungen sollten Ingenieure und Konstrukteure etwas mehr als die standardmäßigen fünf Werktage für die Lieferung einplanen. „Das ist zwar die Ausnahme, jedoch kommt es hin und wieder vor, dass Kunden Blechteile im Tonnenbereich bestellen.“

Kurze Lieferwege, Vergleichsmöglichkeiten zu Frästeilen

Blexon optimiert sein Blechportal immer weiter. Der Algorithmus berücksichtigt bereits in seiner jetzigen Version, dass die Blechteile einen möglichst kurzen Lieferweg nehmen müssen. „Das hat, unter anderem, ökologische Gründe. Wir wählen, wo immer möglich, den Fertigungspartner, der seine Fertigungsstätte am nächsten zum Kunden hat. Damit lassen sich die Transportkosten und die CO2-Bilanz klein halten“, sagt Kaelin. „Ein weiterer Effekt ist natürlich die konstante Qualität, die wir dem Kunden so bieten können.“

Kaelin und sein Team akquirieren gerade Fertigungspartner für Frästeile. Der Plan ist die Integration einer Vergleichsmöglichkeit von Blech- und Frästeilen. „So kann der Kunde dann direkt den Unterschied in Preis und Lieferzeit auf unserem Portal erkennen. Das wird eine All-in-One-Lösung mit echtem Nutzen für unsere Kunden.“

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