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Laser im Formenbau
Werkzeug- und Formenbauer sind ja eher Künstler als Handwerker, wie man weiß. Aber auch sie sind auf handfeste Hilfsmittel und Maschinen angewiesen. Das gilt um so mehr, wenn der Formenkonstrukteur an die Grenze des werkstofftechnisch und geometrisch Machbaren geht. Diese Grenzen können nun vielleicht wieder ein Stückchen weit hinaus geschoben werden, den generativen Laserverfahren sein Dank.
Im direkten Laserformen werden komplette Formen aus dem Pulverbett auf einer Trägerplatte aufgebaut. Dazu schmilzt der Laser das Pulver schichtweise unter Schutzgas entsprechend dem CAD-Modell auf. In diesem Verfahren lassen sich Metallteile mit Geometrien herstellen, die mit anderen Verfahren nicht oder nur mit hohem Aufwand produzierbar sind. Beispielsweise können so Spritzgießformen mit konturnahen Kühlkanälen produziert werden.
Ebenso interessant für den Werkzeugbau ist die Direct Metal Deposition, in dem ein Laser ein definiertes Volumen eines metallischen Werkstoffs auf eine bestehende Geometrie aufschweißt. Der Auftrag ist sensorgeregelt und damit toleranzarm. Typische Anwendungen sind die Reparatur hochwertiger Werkzeuge und das Aufbringen von Schichten mit anderen Eigenschaften als der Trägerwerkstoff.
Die Maschinen werde nicht eben billig sein, und die Bedienung erfahrungsgemäß einiges Know-how verlangen. Das Auseinandersetzen mit der Technologie könnte sich aber lohnen, wenn den „Künstlern“ auch das Letzte abverlangt wird.dr







