Fachmesse Automatica

Was kann Kollege Cobot?

Eine neue Roboter-Generation ohne Schutzzaun ist marktreif, in die Betriebe einzuziehen. Die so genannten Cobots arbeiten als Assistenten mit den Werkern Hand in Hand zusammen. Die Robotermesse Automatica informiert mittelständische Unternehmen vom 21. bis 24. Juni in München über die neuen Möglichkeiten der Automatisierung.

Cobots arbeiten als Assistenten mit den Werkern Hand in Hand zusammen.

Die aktuelle Generation der kollaborierenden Roboter (Cobots) verdankt ihr neues Einsatzgebiet im mittelständischen Umfeld der Forscheridee, für Menschen möglichst einfach steuerbar zu sein. Nach dem Vorbild eines menschlichen Lehrlings lassen sich die Cobots vom Werker neue Aufgaben zeigen, indem man ihnen beispielsweise für den gewünschten  Arbeitsprozess die Hände führt und die Bewegung so automatisch einprogrammiert. Damit setzen die Entwickler auf eine intuitive Anwendung, die sich beispielsweise bei der Nutzung von Smartphones bewährt hat.

Bildverarbeitungssysteme und Sensoren erlauben es den neuen Roboterkollegen, mit der umgebenden Infrastruktur einfach und sicher zu kommunizieren – wichtige Voraussetzung für eine vernetzte Industrie-4.0-Strategie. Für den mittelständischen Betrieb spielen die bisher so nicht gekannten flexiblen Fertigkeiten der Cobots eine Schlüsselrolle. Die Mensch-Roboter-Teams treten als dritte Option neben Vollautomatisierung und reine Handarbeit. Dabei machen die kollaborierenden Roboter einen intelligenten neuen Arbeitsfluss von Mensch und Maschine möglich: So übernimmt der Cobot beispielsweise monotone, gefährliche oder körperlich belastende Arbeiten, während der Mensch sich parallel dazu auf sehr anspruchsvolle Montagearbeiten sowie kreative Fehlerbehebung konzentriert. Das schnelle Umstellen des Mensch-Roboter-Teams auf einen neuen Produktionsprozess macht es zudem möglich, selbst kleinste Stückzahlen kostengünstiger zu produzieren.

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„Die Mensch-Roboter-Teams ebnen mittelständischen Betrieben einen revolutionären neuen Weg, ihre Fertigung auf technisches Spitzenniveau zu automatisieren und damit kostensparend die eigene Wettbewerbsposition zu sichern“, sagt Dr. Martin Lechner, Leiter Technologiemessen der Messe München, zuständig für die Automatica.

Robotik auf der Automatica

Auf der Automatica als nach eigenen Angaben weltweit führender Fachmesse für Automatisierung ist die Robotik ein zentraler Ausstellungsbereich. Mit neuen Möglichkeiten in der Mensch-Maschine-Kooperation und dem Entwicklungsschub in der Servicerobotik wird die Robotik zunehmend zu einer Schlüsseltechnologie. Renommierte Forschungseinrichtungen stellen ihre Studienergebnisse vor und Top-Anbieter zeigen neueste Roboter und Komponenten. Für die Entwicklungen und Lösungen rund um Industrieroboter sind über drei Messehallen reserviert.

Was bietet die Automatica?

Die Automatica ist die internationale Fachmesse, die alle Segmente des Bereiches Robotik + Automation und Machine Vision unter einem Dach vereint: sie ist der zentrale Treffpunkt für Hersteller und Anwender von Integrated Assembly Solutions, Robotik sowie Industrieller Bildverarbeitung.

Die Automatica findet seit 2004 im zweijährigen Rhythmus auf dem Gelände der Messe München statt. Fokus der Messe ist, die komplette Wertschöpfungskette darzustellen. Hinter dem industriegetriebenen Konzept stehen die Messe München GmbH und VDMA Robotik + Automation, ideell-fachlicher Träger der Messe. kf

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