Software

Solidworks 2013: Elektrifizieren und Simulieren

I
m alljährlichen Ritus stellt Solidworks eine neue Version seiner Produkte vor. Mit der 21. Version der 3D-Konstruktionslösung verspricht der Hersteller eine schnellere Modellerstellung, optimierte Leistung und verbesserte Zusammenarbeit. Zu den Neuerungen zählen außerdem Werkzeuge für die Konstruktion elektrischer Systeme und die Simulation von Spritzgussvorgängen.


Mit Version 21 sieht sich Solidworks gut gerüstet für den harten Wettbewerb bei 3D-Konstruktionslösungen. Noch dieses Jahr möchte man die magische Grenze von zwei Millionen Anwendern erreichen und auch im nächsten Jahr die Marktanteile weiter steigern. Country-Manager für Zentraleuropa, Uwe Burk, sieht sich in seinen Wachstumszielen durch positive Ergebnisse in den Betatests der neuen Software bestätigt: „Wir haben die Betaversion von den erfahrensten Anwender auf Herz und Nieren prüfen lassen. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass dies die beste Version ist, die wir bislang auf den Markt gebracht haben. Sie loben die neuen Funktionen und vor allem die Stabilität und die Performance der 2013er-Version.“

Zu den wichtigsten neuen Funktionen zählen unter anderem das Modul Electrical, das eine einfachere und optimierte Konstruktion elektrischer Systeme durch Integration mechanischer und elektrischer Systeme in frühen Prozessphasen ermöglichen soll. Solidworks Electrical beinhaltet ein Konstruktionswerkzeug für 2D-Schemas auf Systemebene und eine leistungsfähige Zusatzanwendung für die Konstruktionsanwendung zur 3D-Elektromodellierung, die in Echtzeit verknüpft sind. Bei der Konstruktion elektrischer Systeme suchen Unternehmen oft nach Ansatzpunkten, um die Gesamtleistung ihrer Abteilungen zu verbessern. Das neue Werkzeug soll Ingenieure und Konstrukteure bei der Planung elektrischer Systeme unterstützen und diese elektrikbezogenen Aspekte in die mechanischen Gesamt-3D-Modelle integrieren.

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Drei Stufen beziehungsweise Module kann der Anwender erwerben: Electrical als 2D-CAD-Lösung für die Architektur elektrischer Systeme und die Planung. Oder Electrical 3D als Zusatzanwendung für die CAD-Anwendung, welche die 2D-Schemas auf Systemebene mit in Solidworks entworfenen 3D-Modellen verbindet. Und die umfangreichste Version: Electrical Professional. Diese vereint die Funktionen von Electrical und Electrical 3D in einer einzigen Anwendung und richtet sich an Anwender, die sowohl im 2D- als auch im 3D-Bereich zur Entwicklung elektrischer Systeme tätig sind. Die Electrical-Anwendungen basieren auf Technologie von Trace Software (ein Solidworks Gold Solution Partner), das mehr als 20 Jahren Erfahrung auf dem Markt der elektrischen Konstruktion hat.

Fein für Formenbauer

Interessant für Formenbauer dürfte das neue Modul Plastics sein. Damit wird die Simulation von Spritzgussvorgängen während der Konstruktionsphase zur Identifizierung potentieller Probleme ermöglicht, noch bevor das Teil in die Produktion geht und kostenintensive Fehler und Nacharbeiten entstehen. Das Programm ist vollständig in die 3D-CAD-Software integriert, so dass Teilekonstrukteure und Formenbauer in der vertrauten Arbeitsumgebung bleiben können. Mit Plastics sollen die Konstrukteure zudem in der Lage sein, Änderungen an der Teilegeometrie, der Form, dem Material oder den Verarbeitungsbedingungen zur Vereinfachung des Herstellungsprozesses zu simulieren. Die Software basiert auf der Technologie der Simpoe SAS. Das Programm wird in zwei Paketen angeboten: Plastics Professional für Teilekonstrukteure und Plastics Premium für Konstrukteure und Hersteller von Gussformen.

Produktkosten frühzeitig ermitteln

Einige weitere Werkzeuge sollen nicht nur die Produktentwicklung unterstützen, sondern bereits einen Blick auf die nachfolgenden Fertigungskosten ermöglichen sowie das Erstellen von Angeboten erleichtern. Mit dem Modul mit der Bezeichnung Costing soll die Kalkulation der Kosten verschiedener Bauteilvarianten ermöglichen und automatisch kalkulieren. Hersteller sollen so genauere Preisangebote erstellen können und Budgetrahmen durch verbesserte Kostenangaben und neue APIs einhalten.

Interessant ist auch die Funktion Sustainability: Diese führt mithilfe neuer Bewertungstools einen schnellen Vergleich der finanziellen Auswirkung von Rohmaterialien und der Umweltverträglichkeit einer Konstruktionsentscheidung während des Entwicklungsprozesses durch.

Mit dem Programm Flow Simulation lässt sich laut Solidworks die Komplexität des Strömungsdesigns verringern, indem Anwender das Fließverhalten in vielfältigen Geometrien analysieren und die Analyseergebnisse mehrerer Konstruktionskonfigurationen problemlos vergleichen können.

Weitere Neuerungen unterstützen die Zeichenfunktionen, das Netzwerk-Rendering und optimieren die Freigabemöglichkeiten, um nur einige zu nennen.

Stefan Graf

Solidworks Deutschland GmbH, München, Tel. 089/960948400, http://www.solidworks.de

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