Software
SolidWorks 2012: Runde 20
Gleich mehrere bemerkenswerte Mitteilungen hatte Uwe Burk, Country Manager für Zentraleuropa bei SolidWorks, im Rahmen einer Pressekonferenz in München im Gepäck: SolidWorks konnte nach dem bislang besten Geschäftsjahr 2010 in der Unternehmensgeschichte auch in 2011 weiter zulegen und macht mit der Version 2012 einen weiteren großen Schritt in Sachen Benutzerfreundlichkeit und Leistungsumfang. Rund 1,6 Millionen Lizenzen sind derzeit weltweit im Einsatz und die Anwenderbasis wächst weiter. Wabernden Gerüchten um einen Wechsel des Modellierkerns erteilte er eine Absage: „Wir werden den Parasolid-Kern weiterhin nutzen und weiter ausbauen.“ Dies sei sowohl vom Dassault-Systèmes- als auch SolidWorks-Management bestätigt worden. Als herausragenden Wettbewerbsvorteil der heutigen Versionen sieht er die Konzentration auf ein Datenmodell für den gesamten Produktentwicklungsprozess. Anwendern stehen mit SolidWorks 2012 Applikationen für Konstruktion, Datenverwaltung, Simulation sowie für das Publizieren von Daten und Nachhaltigkeitsberechnungen in einer Softwareumgebung mit einheitlicher Datenbasis zur Verfügung. „Unsere Kunden kommen mit diesen Produkten schneller zum marktreifen Produkt“, sagt Burk. Die aktuellste Version biete zahlreiche Verbesserungen in den Bereichen Baugruppen- und Zeichenfunktionen, integrierte Simulation, Kalkulation, Leitungsführung, Erstellung von Bildern und Animationen sowie Produktdatenverwaltung. Die insgesamt 200 Neuerungen zielen insbesondere auf das optimierte Arbeiten in Konstruktionsteams ab.
Konstrukteure stehen permanent unter Zeitdruck. Je besser die zur Verfügung stehenden Werkzeuge funktionieren, desto mehr Zeit bleibt für die eigentlichen kreativen Arbeiten. SolidWorks 2012 unterstützt dabei durch automatisierte Konstruktionsfunktionen. Der Wegfall von ein bis zwei Schritten bei vielen Funktionen wirkt sich grundlegend auf Benutzerfreundlichkeit und Produktivität aus. Neue Werkzeuge unterstützen beispielsweise bei der Erstellung besserer und genauerer Zeichnungen, wodurch die Revisionsphase verkürzt wird und Anwender Konstruktionen schneller erzeugen können. So werden veränderte Bemaßungen automatisch hervorgehoben und vorherige Werte angezeigt, um Revisionen zu erleichtern. Sequenzielle Stücklistenanordnung und magnetische Linien helfen dabei, Stücklisten automatisch zu ordnen und zu positionieren, sodass Anwender weniger Zeit für die Detaillierung und Ausrichtung von Zeichnungen aufwenden müssen.
Das ‚Einfrieren’ von Features verhindert die unerwünschte Neuberechnung, indem alle Features über der entsprechenden Leiste gesperrt werden. Dadurch wird die Konstruktion komplexer Modelle beschleunigt, da die Neuberechnung spezieller Features nicht erforderlich ist. Viel Wartezeit entfällt außerdem beim Öffnen großer Baugruppen zur Prüfung der Konstruktion. Zu den neuen Funktionen gehören unter anderem Besichtigungen, die Erstellung von Schnittansichten und Messungen sowie die Möglichkeit, alle Baugruppenkomponenten zu öffnen. Arbeiten, für die früher Hochleistungscomputer notwendig waren, sind nun schon mit gut ausgestatteten PC möglich. Anschaulich belegen konnte dies Produktmanager Andreas Spieler, der eine Baugruppe mit rund 6.000 Teilen innerhalb von sechs Sekunden öffnete.
Auch viele weitere, kleinere Verbesserungen dürften dem Anwender die Arbeit mit SolidWorks 2012 erleichtern. Dazu zählen unter anderem die Möglichkeit, die CAD-Applikation auf mehreren Bildschirmen darzustellen oder virtuelle Bedientasten für die Maus. -sg-
SolidWorks Deutschland GmbH, Haar Tel. 089/6129560, http://www.solidworks.de








