Konstruktion
Simulation in der Produktentwicklung
Das Münchner Start-up Spyra verkürzt die Entwicklungszeit seiner Produktion entscheidend durch den Einsatz von Solidworks-Simulationslösungen.
Dass Wasserpistolen kein reines Kinderspielzeug sind, zeigt Spyra. Das Münchner Start-up hat sich zum Ziel gesetzt, Wasserschlachten für Groß und Klein zu revolutionieren und dafür die SpyraOne und SpyraTwo entwickelt. Entstanden ist die Idee 2015. Die SpyraTwo, das aktuelle Modell der Wasserpistole, ist seit Sommer 2021 auf dem Markt.
Einzigartig wird das Hightech-Gadget durch seine patentierten Features: Die Einzelschusstechnologie produziert keinen Wasserstrahl wie bei herkömmlichen Wasserpistolen, sondern einzelne Wassergeschosse, die bis zu 14 Meter weit fliegen. Zusätzlich ermöglicht die Kombination aus integriertem Akku und elektrischer Pumpe ein automatisches Aufladen des Wassertanks, wenn das Gerät in eine Quelle getaucht wird.
Spyra waren nach einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne 2018 zwei Aspekte besonders wichtig: Zum einen sollte die Community möglichst bald eine Gegenleistung für ihre Unterstützung bekommen und die Wasserpistole in den Händen halten. Zum anderen hatte die effiziente Entwicklung einen hohen Stellenwert. Um die Planung zeit- und kostensparend umzusetzen, nutzt das Unternehmen Solidworks. Durch den Einsatz der Softwarelösung können die Konstrukteure das Produkt simulieren, kleinste Änderungen virtuell testen und so Unregelmäßigkeiten frühzeitig beheben. Somit kann die Spyra nicht nur Ressourcen im Sinne von Zeit und Kosten sparen, sondern garantiert gleichzeitig die bestmögliche Funktionsweise des Produkts.
Reduzierte Komplexität dank Simulation
Schon in einer frühen Projektphase erkannte das Münchner Start-up den Bedarf an einem leistungsstarken CAD-Tool für die Konstruktion der Hightech-Wasserpistole. Solidworks hat das Team im alltäglichen Gebrauch besonders durch die intuitive Bedienung und unkomplizierte Einbindung in die bestehende CAD-Umgebung überzeugt. Für die Wahl von Solidworks sprach ebenso das umfangreiche Lizenzangebot für Start-ups sowie die individuellen Anpassungsmöglichkeiten für Zusatzpakete je nach Einsatzbereich, etwa zur Simulation von Kunststoffteilen, Spritzgussformen und Flüssigkeitsströmungen.
Ein weiterer Pluspunkt waren die verfügbaren Online-Lizenzen, mit denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Büro und Homeoffice unproblematisch zusammenarbeiten können. Nachdem die Entscheidung für Solidworks gefallen war, ging die Lösung schnell an den Start: Innerhalb eines Arbeitstages war die Software einsatzbereit und bereits nach einer Woche waren die beteiligten Mitarbeiter damit vertraut.
Für die optimale Entwicklung der besonderen Features der Wasserpistole musste das Konstruktionsteam komplexe Parameter beachten. Dank der Nutzung von Solidworks Plastics konnten sie sich schnell Expertise in der Konstruktion mit Plastik aneignen, detaillierte Simulationen und Analysen der Entwürfe durchführen und notwendige Änderungen frühzeitig identifizieren. Da schon minimale Unstimmigkeiten – zum Beispiel bei Form oder Beschaffenheit des Materials – das Endergebnis verändern können, ist diese Funktion besonders wertvoll. „Mit Solidworks Plastics konnten wir einfach feststellen, ob Bauteile fertigbar sind oder noch Anpassungen benötigen. Das hat viel Zeit gespart, die sonst in Absprachen mit den Produzenten geflossen wäre“, erklärt Andreas Schober, Head of Technology bei Spyra.
Schnelle Entscheidungen bei der Entwicklung
Damit die Hightech-Wasserpistole wie gewünscht ein einzelnes, präzises Wassergeschoss abfeuert, muss der Wasserstrahl kompakt sein. Um das zu erreichen, gilt es vielschichtige Kriterien zu erfüllen: Es dürfen beispielsweise keine Turbulenzen, Kurvenänderungen oder Verwirbelungen des Wassers vorkommen. Dazu greift Spyra auf die Möglichkeiten von Solidworks Flow Simulation zurück. Wasserströme lassen sich damit virtuell darstellen und das Team kann Optimierungen direkt am virtuellen Modell vornehmen.
„Aufgrund schnell durchführbarer Analysen konnten wir innerhalb kürzester Zeit eine aufschlussreiche Aussage über den weiteren Entwicklungsweg treffen. Ohne Solidworks hätten wir viele physische Prototypen benötigt und somit weitaus länger gebraucht, um unsere Wasserpistole auf den Markt zu bringen“, erläutert Andreas Schober.
Für Spyra bedeutet der Einsatz von Solidworks vor allem eins: die optimale Nutzung begrenzter Start-up-Ressourcen. Mittels Simulation konnte das Konstruktionsteam die Funktionsweise der Wasserpistole virtuell darstellen, benötigte weniger Prototypen und beschleunigte dadurch die Produktentwicklung. So gelang ihnen die schnelle Konstruktion und Entwicklung einer einzigartigen Wasserpistole mit außergewöhnlichen Features: Bereits im Sommer 2020 – eineinhalb Jahre nach Unternehmensgründung – feierte die SpyraOne ihre Premiere auf dem Markt, im Frühjahr 2021 folgte schon das Nachfolgermodell SpyraTwo. Die positive Erfahrung mit Solidworks und das Feedback der Community fließen bereits in die Planung von Folgeprojekten ein, die Nutzerinnen und Nutzern auch in Zukunft ein ideales Wasserschlachterlebnis bieten.









