Nominierung Produkte des Jahres 2024

Annina Schopen,

SEW-Eurodrive: MOVIKIT CombiTelescope

Das Softwaremodul MOVIKIT CombiTelescope von SEW-Eurodrive ist nominiert in der Kategorie Antriebstechnik und Automatisierung im Wettbewerb um die Produkte des Jahres 2024. Es ermöglicht die bewegungs- und zeitoptimierte Steuerung von Lastaufnahmemitteln des Typs Kombiteleskop.

Das MOVIKIT CombiTelescope dient der Ansteuerung eines Kombiteleskop-Lastaufnahmemittels. © SEW-Eurodrive

Ein Lastaufnahmemittel in Kleinteilelagern besteht in der Regel aus einer Teleskopgabel und einem Riemenförderer. Auch Varianten mit mehreren Riemenförderern sind möglich. Das Softwaremodul MOVIKIT CombiTelescope unterstützt bis zu vier Riemen.

Teleskopgabel und Riemenförderer sind so aufgebaut, dass das Teleskop in der Mitte des Riemens herausfährt. Wenn sich eine Kiste auf dem Lastaufnahmemittel befindet, hat sie nur Kontakt zum Riemen. Sobald die Kiste über das Riemenende herausragt, besteht Kontakt zum Teleskop. Beim Ein- oder Auslagern hat die Kiste somit immer nur Kontakt zu einem dieser Anlagenteile, Teleskop oder Riemen. Im Übergabebereich hat sie Kontakt zu beiden Komponenten. Daher ist hier Synchronfahrt zwischen Teleskop und Riemen erforderlich, um ein Verrutschen oder Verdrehen der Kiste zu vermeiden. Gleichzeitig werden für den Ein- und Auslagervorgang möglichst geringe Spielzeiten gefordert. Deshalb soll der Transfer der Kiste von Riemen zum Teleskop und umgekehrt möglichst zügig ausgeführt werden, unter Einhaltung vorgegebener Applikationsgrenzen.

Um zeitoptimiert ein- bzw. auszulagern, ist am Riemenende eine fliegende Übergabe der Kiste erforderlich. Hierbei dürfen vorgegebene Applikationsgrenzen, die für die Bewegung der Kiste zugrunde gelegt werden, nicht überschritten werden. Anderenfalls könnte die Last verrutschen, gestapelte Kisten ggf. sogar umfallen. Das Softwaremodul MOVIKIT CombiTelescope berechnet diese erforderlichen, koordinierten Bewegungsprofile der Teleskop- und Riemenachse für zeitoptimierte Ein- und Auslagervorgänge. Dafür sind nur wenige Parameter einzustellen, die man in der Anlage einfach messen kann. Für das Anstoßen eines Ein- bzw. Auslagervorgangs sind hiermit lediglich Vorgaben zu Sollgeschwindigkeit, Sollbeschleunigung und Zielposition der Teleskopgabel notwendig. Für jeden Vorgang werden die Trajektorien der Teleskop- und Riemenachsen durch das Softwaremodul MOVIKIT CombiTelescope berechnet und ausgeführt.

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Modular erweiterbar

Das MOVIKIT CombiTelescope dient der Ansteuerung eines Kombiteleskop-Lastaufnahmemittels. Dieses wird häufig in automatischen Kleinteilelagern zum Ein- und Auslagern, beispielsweise von Kisten, eingesetzt. Die Anwendung hängt von der Konstruktion und den Applikationsgrenzen ab. Daher kommt es nicht selten vor, dass eine individuelle Lösung für dieses Automatisierungsproblem gefunden werden muss. Das Softwaremodul deckt praktisch alle üblichen Konstruktionen ab und ist darüber hinaus noch leicht modular erweiterbar. Trotz der Variantenvielfalt lässt sich mittels weniger Parameter eine optimale Bewegungssequenz erstellen. Dadurch können für die Gesamtapplikation wichtige Merkmale wie geringe Spielzeiten oder zeitoptimierte Ein- und Auslagervorgänge erfüllt werden. Das MOVIKIT weist eine getestete Funktionalität auf mit einem standardisierten Programmierinterface und Benutzerschnittstelle. Dadurch kann sowohl bei der Inbetriebnahme als auch bei einer Diagnose wertvolle Zeit gespart werden.

Das Softwaremodul MOVIKIT CombiTelescope von SEW-Eurodrive,  nominiert in der Kategorie Antriebstechnik und Automatisierung.

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