Corona-Pandemie

Sicheres Arbeiten mit kontaktloser Fiebermessung

Das kalifornische Unternehmen Seek Thermal hat ein Infrarot-Wärmebildsystem entwickelt, mit dem sich die menschliche Hauttemperatur kontaktlos messen lässt.

In den USA wird Seek Scan beispielsweise bei einem Hersteller von Konsumgütern eingesetzt. © Seek Thermal

Ob Corona oder Influenza: Im Arbeitsalltag kann ein Erkrankter viele Kollegen infizieren und so auch die Produktion gefährden. Doch wie können Unternehmer ihre Mitarbeiter vor schweren Infektionen schützen? Ein häufiges Symptom für eine ansteckende Krankheit ist eine erhöhte Körpertemperatur. Wird der Zugang mit Fieberscannern kontrolliert, können Infizierte daher bereits vor Betreten des Firmengebäudes erkannt und das Ansteckungsrisiko minimiert werden. Ein solches System kann so die Hygiene- und Abstands-Maßnahmen sinnvoll ergänzen. Das kalifornische Unternehmen Seek Thermal hat ein Infrarot-Wärmebildsystem entwickelt, mit dem sich die menschliche Hauttemperatur kontaktlos messen lässt. Sobald eine festgelegte Referenztemperatur überschritten wird, wird ein Alarm ausgelöst.

In den USA wird Seek Scan beispielsweise bei einem Hersteller von Konsumgütern eingesetzt. Wichtig war dem Management, ein präzises Messgerät zu haben, das zugleich einfach bedienbar ist, da die Mitarbeiter die Messung selbst durchführen. Das System Seek Scan konnte mit der Messgenauigkeit von plus/minus 0,3 Grad Celsius überzeugen. Eine spezielle Schulung für Einrichtung und Bedienung des Geräts war nicht erforderlich: Mit der mitgelieferten Software ließ sich das System in wenigen Minuten installieren, zusätzlich wurden lediglich zwei Stative und ein Windows-PC benötigt. Damit war die Lösung auch eine kostengünstige Alternative zu anderen Systemen.

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Die Stative wurden im Eingangsbereich im Abstand von 1,5 Meter aufgestellt. Auf der einen Seite wurde die Kamera installiert und an eine Steckdose angeschlossen, auf der anderen die Wärmequelle. Diese wurde per USB mit einem Windows-PC verbunden. Die Seek Scan Software auf dem mitgelieferten USB-Stick ließ sich einfach installieren: Innerhalb weniger Minuten war das System somit betriebsbereit. Die Temperatur wird seitdem berührungslos direkt im Gesicht der Personen gemessen, sobald sie den Bereich betreten, und mit der Wärmequelle als Referenz verglichen. Bei der Messung wird berücksichtigt, dass die Hauttemperatur generell einige Grad unter der Körpertemperatur liegt.

Durch Markierungen am Boden wird gewährleistet, dass der Abstand von 1,5 Metern zwischen den beiden Messgeräten eingehalten wird. Dies ist für eine präzise Analyse wichtig. Aus sicherer Distanz wird so die Temperatur vom PC aus überwacht. Speziell geschultes Sicherheitspersonal wird dafür nicht benötigt. Analog zur Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) war es aufgrund der US-amerikanischen General Data Protection Regulation (GDPR) erforderlich, dass die Mitarbeiter einem Einsatz von Temperaturscannern zustimmen – auch dies stellte keine Hürde bei der Implementierung dar. Seit Juni ist Seek Scan im Einsatz bei dem Unternehmen und bislang wurde keine Infektion innerhalb des Personals festgestellt.

Nicht nur im Arbeitsalltag kann eine temperaturgesteuerte Zugangskontrolle das Zusammenleben während Corona- oder Grippe-Zeiten sicherer machen. Auch bei Großereignissen mit Zuschauern wie Fußballspielen und Kulturveranstaltungen sowie beim Zugang zu Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen können die Scanner zu einem normaleren Leben beitragen. Das System Seek Scan kann in kleinen, mittleren und großen Bereichen eingesetzt werden sowie in nahezu allen Branchen. Seek Scan ist in DACH-Raum zum Preis von 2.390 Euro über den Distributor Macland erhältlich. as

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