Kunststofffahrrad
Die ersten 100 igus Räder in Produktion
Der Kölner Kunststoffexperte igus bringt mit dem igus:bike, ein Fahrrad, das zu 92 Prozent aus Kunststoff mit hohem Recyclinganteil besteht, auf die Straße. Die 100 ersten Exemplare entstehen derzeit in Zusammenarbeit mit dem Entwicklungspartner MTRL.
Am igus-Standort in Köln entsteht zudem eine Fertigungsstraße. Mit dieser sollen die Produktionskapazitäten in den nächsten zwei Jahren auf 10.000 Exemplare zu erhöht werden.
Die Idee: Plastikmüll sinnvoll recyceln
Vor rund 3,5 Jahren startete Geschäftsführer Frank Blase das Projekt. Die Idee dahinter: Plastikberge von Mülldeponien nutzen, um daraus Kunststoff-Fahrräder herzustellen. Durch den Kunststoff-Einsatz sollten diese korrisionsfrei, langlebig und schmutzresistent sein.
„Ich freue mich, dass wir dieser Vision nun ein großes Stück nähergekommen sind", sagt Frank Blase. „Das igus:bike kommt jetzt unter einem neuen Namen in erster Kleinserie endlich auf die Straße.“ Nach der Zulassung für den Straßenverkehr ist die zügige Auslieferung an die ersten der mittlerweile rund 1.200 Vorbesteller geplant.
Fahrrad zu 92 Prozent aus Kunststoff
Die wenigen Teile, die in Prototypen noch aus Metall bestanden, etwa Sattelstütze oder Bremshebel, sind in der aktuellen Version ebenso aus Kunststoff. „Mittlerweile besteht das igus:bike, das rund 17 Kilogramm auf die Waage bringt, zu 92 Prozent aus Kunststoff“, sagt Sven Terhardt. „Vom Rahmen, über die Lager bis hin zum Antriebsstrang, was in der Branche lange Zeit als fast unmöglich galt.“
Recyclinganteil bereits bei 50 Prozent
igus und MTRL nutzen das Rotations- und Spritzgussverfahren. Mit Granulat aus recyceltem Plastikmüll, darunter Fischernetze, werden Komponenten des Fahrrads gefertigt. Dabei ist es gelungen, den Anteil des zugemischten Neu-Kunststoffs auf 50 Prozent zu reduzieren.









